Al Di Meola bei den Leverkusener Jazztagen

Leverkusener Jazztage : Virtuose Gitarrenkunst von Al Di Meola

Reggae, A-Cappella und ein Jazzkonzert, wie es klassischer nicht sein kein: Gleich mit drei außergewöhnlichen Angeboten verabschiedeten sich die Jubiläums-Jazztage von ihrem Publikum. Dabei hatte der geneigte Zuhörer nicht einmal die Qual der Wahl; denn die Stilrichtungen der drei Ereignisse am Sonntag waren so unterschiedlich, dass jeder genau seiner Neigung entsprechend auswählen konnte.

Ein musikalischer Höhepunkt – nicht nur des Sonntagabend, sondern der gesamten Jazztage – war ohne Zweifel Al Di Meola im vornehmen Erholungshaus. Es war das einzige Konzert, bei dem die Zuhörer ihre Plätze zugewiesen bekamen. Der Gitarren-Virtuose spielte so filigrane Stücke, dass ein bequemer Sessel genau richtig war, um in aller Ruhe lauschen zu können. Abgerundet, besser: vorbereitet, wurde dieser Abend mit der Gruppe Noise Adventures, dem Projekt des früheren Jazztage-Managers Eckhard Meszelinsky (Saxofon), der vier Musiker (dabei Gitarrist Okan Ersan) um sich geschart hatte, um das „Cyprus Projekt“ vorzustellen.

Zeitgleich im Opladener Scala die Gruppe OnAir: zwei Damen und drei Herren, die alles mit ihren Stimmen erledigten. A-Cappella heißt ihr Fach, stimmlich und von der Bühnenpräsenz hätte man sich dieses Konzert ebenso im Forum wie im Erholungshaus vorstellen können.

Die 40. Leverkusener Jazztage sind nun schon wieder Geschichte. Wie geht es weiter? Fest steht jetzt schon, dass Fabian Stiens, der künstlerische Leiter und Festivalmanager der Jazztage, und Thomas Helfrich, Leiter Kultur, Sport und Bildung bei Bayer, einige Neuerungen planen – und zwar zusammen. Ihre gemeinsamen Pläne wollen sie bereits am Dienstag vorstellen.