Ärger um Toilettenhäuschen in Opladen

Kirmes-Nachlese : Ärger um Toilettenhäuschen in Opladen

Besucher ärgerten sich beim Stadtfest über die abends verschlossene WC-Anlage am Markt. Zuständig sind die TBL.

Das Stadtfest Ende Juli in Opladen bot ein tolles Feuerwerk, viel Amüsement für die ganze Familie – und keine Toiletten, klagt ein Leverkusener, der am Kirmessamstag mit fünf weiteren die Abendstunden auf dem Fest verbrachten.

„Aufgrund der hohen Temperaturen ließen wir uns an einem Getränkestand am Markt nieder und nahmen Getränke zu uns“, erzählt der Leverkusener. „Im Laufe des Abends machte sich das menschliche Bedürfnis bemerkbar; man musste die Toilette aufsuchen.“

Aber: Toiletten-Dixies seien  nicht vorhanden gewesen. „Wir versuchten es an der öffentlichen Toilette am Marktplatz. Zu unserem Erstaunen konnte man diese nicht aufsuchen, da sie verschlossen war“, berichtet der Kirmesgänger. „Sie können sich vorstellen, dass wir dumm geguckt haben. Es blieb nichts anderes übrig als eine Toilette in einer der Gastwirtschaften gegen Bezahlung aufzusuchen. Wir haben gerne bezahlt, da wir ,unter Druck’ standen.“

Richtig findet  der Leverkusener es aber nicht. Man müsse der Stadt vorwerfen, bei solch einer Veranstaltung mit  Besuch vieler Menschen, nicht dafür Sorge getragen zu haben, dass die öffentliche Toilette zur Verfügung stehe. „Man kann auch erwarten, dass in der Nähe der Getränkestände  Dixies aufgestellt werden. Durch die fehlenden Gelegenheiten werden die Besucher  zum Wildpinkeln gezwungen“, moniert der Leverkusener. Er fügt an, dass bei Veranstaltungen von Vereinen und Gesellschaften die Stadt gleich mit Auflagen auch zu den Sanitäranlagen zur Stelle sei. „Warum denn dann nicht bei der Kirmes, dem Stadtfest?“

Und apropos öffentliche Toilette am Markt. Den Leverkusener ärgert noch etwas: „Seit einigen Monaten ist das Männerpissoir aufgrund des defekten Schlosses nicht zu verriegeln. „Es ist nicht gerade angenehm, wenn  beim Wasserlassen dann die Tür geöffnet wird“, berichtet der Leverkusener und fragt sich, wieso der Defekt bei den ständigen Überprüfungen noch nicht bemerkt worden ist.

Kirmes-Ausrichter Wiflried Hoffmann widerspricht insofern, als dass er Toiletten vorgehalten habe. Dies verstehe er aber auch als Komfort für die Besucher. „Ein Toilettenwagen stand gut sichtbar im Bereich Marktplatz/Ecke Herzogstraße, weil dort ein entsprechender Anschluss zur Verfügung steht.“ Mit den Eisdielen und weiteren Gastronomiebetrieben sei abgesprochen gewesen, dass Kirmesbesucher dort die Toiletten aufsuchen können, berichtet Hoffmann. Die Anlage ist Sache der Stadt, konkret der städtischen Technischen Betriebe (TBL). Die wiederum haben eine Firma mit Reinigung und Schließdienst des stillen Örtchens am Markt beauftragt. „Das Toilettenhäuschen ist am Festsamstag  bis 20 Uhr geöffnet gewesen“, berichtet die Stadt auf Anfrage. Dies sei die reguläre Schließzeit. Speziell für dieses Fest gebe es keine Auflage für Dixi-Klos, da um den Festplaz viel Gastronomie vorhanden sei und zwischen Wirten und Veranstalter die Toilettennutzung der Kirmesgäste gegen Gebühr abgesprochen sei.

Dass das Urinal, das auf der dem Marktplatz zugewandten Seite des Backstein-Häuschens liegt, derzeit nicht abschließbar sei, „weil das Schloss defekt ist“, bestätigt die Stadt. Und gibt dem Leverkusener Hoffnung: Die TBL haben den Austausch veranlasst.

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