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Ärger um Sperr-Beschilderung am Rheinradweg in Leverkusen

A1-Brückenbau in Leverkusen : Ärger um Sperr-Beschilderung am Rheinradweg

Die Gitterabsperrung über dem Weg nahe Rheinbrücke sei kaum zu erkennen, klagt ein RP-Leser, der einen Fastunfall an der Stelle beobachtete. Die Autobahn GmbH will eine Verbesserung der Situation prüfen.

Der Rheinradweg zwischen Wiesdorf und Rheindorf ist seit fast drei Wochen gesperrt. Denn der verläuft genau durchs Baufeld der gerade entstehenden Rheinbrücke. Weil dort nun Stahlarbeiten beginnen, musste der von Fußgängern und Radfahrern genutzte Weg am Fluss in dem Bereich gesperrt werden.

Dennoch: Vergangene Woche beobachtete ein RP-Leser diesen Vorfall: Ein Radsportler „rauschte aus nördlicher Richtung von der Wupperbrücke kommend in das Sperrgitter unterhalb der Leverkusener Brücke“. Der Leser habe dem Rennradfahrer kurz vorher noch eine Warnung zugerufen, so dass der „im letzten Moment bremsen konnte und nicht mit vollem Karacho ins Gitter krachte“, schildert der Monheimer. „Der Radfahrer blieb zum Glück unverletzt. Es würde aber an ein Wunder grenzen, wenn er der Einzige war, dem dieses Schicksal widerfährt.“ Eine deutliche Warnung kurz vor der Sperrung oder am Sperrgitter selbst gebe es nicht, kritisiert er.

Zuständig für den Rheinbrückenbau und die Sperrung des Radwegs ist die Autobahn GmbH. Sprecher Timo Stoppacher weist darauf hin: „Wenn derjenige bis dahin gefahren ist, hat er aber diverse Hinweisschilder übersehen.“ Von Wiesdorf/Neulandpark aus sei die Sperrung des Rheinradweges samt Umleitung ausgewiesen. „Aus Richtung Norden, also aus Rheindorf kommend an mehreren Punkten“, erläutert Stoppacher.

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So sei  kurz hinter der Pontonbrücke über die Wupper in Rheindorf die Sperrung angezeigt, ebenso nochmal  von Norden aus gesehen hinter der Schiffsbrücke „und dann nochmal an der Stelle, wo sich der Radweg, der von der Pontonbrücke unterhalb der A 59 entlangführt, und der Weg von der Schiffsbrücke aus kommend treffen“. Dies seien im Grunde ausreichend Hinweise auf die Sperrung für Radfahrer und Fußgänger. Timo Stoppacher verspricht aber: Die Autobahn GmbH prüfe nochmal. ob nicht an den Sperrgittern selbst zusätzlich eine Warnung oder entsprechende Beschilderung angebracht werden sollte. Immerhin: Der Vorfall nun könnte nicht das einzige „Übersehen“ der Hinweise von Nutzern während der Sperrung bleiben, denn der Rheinradweg ist bis Ende 2023 dicht.