Leverkusen: Ärger um Parkplätze in der Opladener Ruhlach dauert an

Leverkusen: Ärger um Parkplätze in der Opladener Ruhlach dauert an

Anwohner an der Robertsburg wünschen sich von der Stadt mehr Hilfe. Zu dicht parkende Autos blockieren Gehwege und Einfahrten.

Die "Verkehrsfibel" der Stadt Leverkusen ist eindeutig. "Das gesetzliche Haltverbot gilt für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer (...) vor Grundstücksein- bzw. -ausfahrten; auf schmalen Straßen auch ihnen gegenüber", steht Schwarz auf Weiß auf dem Infoblatt für Bürger. Doch nach Schilderung von Anwohnern der Straße An der Robertsburg scheinen selbst einige Stadtmitarbeiter diese Regelung nicht zu kennen. "Wenn wir uns beim Ordnungsamt beschweren, heißt es: ,Sie kommen doch noch raus'", berichtet eine Anwohnerin. "Zur Not müssen Sie eben erst mal in die andere Richtung fahren und einen Umweg machen."

Die Anwohnerin ist, ebenso wie ihr Nachbar, über solche Aussagen empört. Denn die Straße ist schmal, deshalb ist es Autofahrern dort schon erlaubt, mit der Hälfte des Wagens auf den Gehwegen zu parken. Begegnungsverkehr ist auf der verbleibenden Straßenfläche nicht mehr möglich.

Am Straßenrand stehen Autos mit "Lev"-Kennzeichen, aber auch mit Nummernschildern aus Köln, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, Mülheim, Mönchengladbach und sogar Ahrweiler. "Viele, die hier parken, sind Auswärtige, die im Klinikum arbeiten oder in die Opladener Innenstadt wollen, aber keine Parkgebühren zahlen wollen", berichten die beiden Senioren. "Wieso dürfen die uns einfach in unserer Bewegungsfreiheit einschränken? Schließlich haben wir ein Recht, auf unsere Grundstücke zu fahren und wieder hinaus. Genauso müssen die Autofahrer so weit von den Hecken und den Mauern wegparken, dass man mit einem Rollator oder Kinderwagen noch vorbeikommt." Auch das sei häufig nicht mehr möglich.

Die Senioren fordern, dass die städtischen Ordnungshüter stärker kontrollieren. Und dass die Haltebuchten zur besseren Orientierung für die Autofahrer auf Straße und Bürgersteig eingezeichnet werden. "Vor kurzem kam selbst unser junger Nachbar nicht mehr aus der Einfahrt heraus, weil Autos viel zu dicht und auch gegenüber der Einfahrt geparkt hatten", erzählt der Anwohner.

Die Stadt selbst hat nach eigenen Angaben die Kontrollen bereits verstärkt, auch auf den angrenzenden Straßen. "Wer auf dem Gehweg parkt, muss mindestens einen Meter für die Fußgänger freilassen", erklärt Stadtsprecherin Julia Trick. Sie weißt darauf hin, dass durch das Auftragen von Parkmarkierungen Plätze wegfielen. Denn dann könne nicht mehr so eng geparkt werden. Für die beiden Anwohner ist das kein Grund. Denn das beträfe ja hauptsächlich Auswärtige.

Die Bürgermonitor-Ampel zeigt, in welcher Phase sich die Bearbeitung eines Problems befindet.

Status:

Rot - es tut sich nichts

(sug)