Ärger um die Buslinie 253 in Leverkusen

ÖPNV-Ausbau in Leverkusen : Ärger um die Buslinie 253

Die Stadt investiert 1,2 Millionen Euro in den Ausbau des ÖPNV. Das reicht der CDU jedoch nicht. Sie fordert eine bessere Anbindung für Rheindorf und Hitdorf.

Die Stadt lässt es sich was kosten, um mehr Bürger dazu zu bewegen, künftig das eigene Auto in der Garage zu lassen und mehr Wege mit dem Bus zurückzulegen. Mit 1,2 Millionen Euro soll der ÖPNV, sprich die Wupsi, attraktiver gemacht werde. Nach den Sommerferien soll das dichtere Liniennetz bereits gelten.

Seine Fraktion habe dafür gekämpft, erinnerte der Landtagsabgeordnete und CDU-Mann Rüdiger Scholz in der Sitzung der Bezirksvertretung I. Allerdings würden die Rheindorfer und Hitdorfer Bürger darin nicht genügend berücksichtigt. Wenn die nämlich am Wochenende nach Opladen und zurück fahren wollen, müssen sie mitunter lange auf den Bus der Linie 253 warten, der über die Solinger Straße nur stündlich verkehrt. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern.

Scholz verlangte eine Nachbesserung auf dieser Strecke, die allerdings nicht von der Wupper-Sieg bedient wird, sondern von der Firma Hüttebräucker. Und die arbeitet „eigenwirtschaftlich“, während die Wupsi teils in städtischem Besitz ist. Eine Verkürzung des Taktes an Samstagen und Sonntagen würde sich für den Betrieb nicht rechnen, hat Hüttebräucker im Gespräch mit der Stadtverwaltung längst offen erklärt.

Doch das wollten Scholz und sein Mitstreiter Andreas Eckloff nicht einfach hinnehmen. Dann solle man auch Hüttebräucker eine angemessene Ausgleichszahlung anbieten, forderten beide. Das geht aber nicht, klärte die Verwaltung auf. Denn würde sich Hüttebräucker den Mehraufwand für einen zusätzlichen Bus pro Stunde ersetzen lassen, würde der Betrieb dadurch die Eigenwirtschaftlichkeit verlieren. Das ist Gesetz. Im übrigen sei das Problem längst bekannt, sagte Bürgerlisten-Mann Erhard Schoofs. Auch er sei Rheindorfer und wolle sich für eine Verbesserung einsetzen, sehe aber bedauerlicherweise keine Möglichkeit. Außerdem wollte er wissen, ob jemand die tatsächliche Auslastung ermittelt habe. Wenn die jetzt stündlich verkehrenden Busse zu zwei Dritteln leer seien, würde sich der Halbstunden-Takt kaum lohnen.

 Die Wupsi baut ihr Liniennetz deutlich aus. Schnellbusse fahren aus den Stadtteilen ins Zentrum und zum Chempark. Foto: RP, Uwe Miserius

Doch die Bezirksvertreter der CDU blieben dabei, dass bis spätestens Dezember nachgebessert werden müsse. Die Verwaltung solle nochmals mit der Firma Hüttebräucker verhandeln und notfalls damit drohen, den Zuschlag der Linie 253 nach Ende der zehnjährigen Laufzeit nicht zu erneuern. Das sei allerdings nicht Sache der Stadt, hieß es, sondern die Bezirksregierung vergebe die Linienkonzessionen.

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