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Advent im Kilt: Weihnachtlich-irisches Wochenende in Leverkusen

Weihnachtlich-irisches Wochenende in Leverkusen-Schlebusch : Adventsmarkt-Retter im Kilt

Die Irlandfreunde Leverkusen und ein Armbandkonzept für den Marktbesuch machen den weihnachtlichen Termin trotz Corona in Schlebusch möglich.

Die neugierigen Blicke aus den Cafés und Läden hinaus waren den Irlandfreunden Leverkusen sicher, als ein Teil der Gruppe am Samstag mit Dudelsackmusik  den Adventsmarkt in der Fußgängerzone Schlebusch eröffnete. Diese kleine Ausgabe hätte ohne den Verein nicht stattfinden können, sagte Ulrich Kämmerling von der Schlebuscher Werbe- und Fördergemeinschaft.

Marktbesucher mussten vor dem Bummeln zum Corona-Check-In. Denn nur wer an einer der zwei Kontrollzelte seinen Impfstatus nachweisen konnte, der bekam ein Bändchen – und wurde an den Buden und Ständen bedient. Auf dieser Weise sei die Sicherstellung der 2G-Regelung einfach, betonte Kämmerling, der berichtete: „Das Ordnungsamt war begeistert von dem Konzept.“ Die Kollegen mussten nur die Handgelenke der Menschen am Glühweinstand oder vor den Handwerksbuden kontrollieren.

Jetzt, wo auch für die Einzelhändler ein Impfnachweis nötig ist, verschärft sich die Lage für die Geschäftsleute wohl noch einmal. Dementsprechend wichtig sind Veranstaltungen wie der Advent- oder Martinsmarkt vor einigen Wochen. Ohne die Irlandfreunde, wären die beiden Termine ins Wasser gefallen. Die Planung, erläuterte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, war so kurzfristig, dass kein Rahmenprogramm organisiert werden konnte. Die Männer und Frauen mit den Kilts und Dudelsäcken ließen sich da nicht zweimal bitten.

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„Das Zusammenleben der Vereine und das Miteinander-Gestaltenwollen ist hier ganz großartig“, lobte er seine Mitstreiter. Und auch Bürgermeister Bernhard Marewski betonte: „Die Irlandfreunde sind Teil von Schlebusch geworden. Sie verschönern die Feste hier schon seit einiger Zeit.“ Der Ruf des Stadtteils ist inzwischen sogar bis in die Landeshauptstadt und zu Paul Cahill vorgedrungen. Der Präsident des Irish Business Networks war damals dabei, als die Freundschaft zwischen Schlebusch und dem irischen Killarney beschlossen wurden. Er bekundete nun: „Ich denke, man hätte keinen besseren Ort auswählen können. Die Offenheit der Leute ist bemerkenswert.“

Das Weihnachtsfest und die Adventstage sind auf der grünen Insel ebenso wichtig wie in Deutschland. Allerdings hat der irische Adventskranz fünf Kerzen. Denn am zweiten Advent werden traditionell bereits drei Kerzen entzündet. Die Dritte, eine orangefarbene, steht dabei für die Hoffnung.

Die gab es für das Weihnachtssingen in Sankt Andreas nicht. Es muss wegen der Pandemie ausfallen. „Das ist in der aktuellen Infektionslage einfach nicht machbar, dass man mit 400 Leuten zusammen singt“, bekräftigte Kämmerling.