Leverkusen: Adler bittet zum Klima-Frühschoppen

Leverkusen: Adler bittet zum Klima-Frühschoppen

Über 20 Firmen präsentieren sich am 8. September beim Klimafrühschoppen in der Neuen Bahnstadt.

Mittelständische Unternehmen der Region stöhnen, weil sie im vergangenen Winter gestiegene Kosten von 30 bis 40 Prozent für Energie verkraften mussten. Das sei schon ein wesentlicher Grund für die Veranstaltung eines Klima-Frühschoppens, findet Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Dabei sollen sich Unternehmer und Handwerksbetriebe über mögliche Einsparpotenziale austauschen und informieren. Zum vierten Mal in Folge findet am Sonntag, 8. September, zwischen 10 und 14 Uhr der "Klima-Frühschoppen" statt.

In den beiden vergangenen Jahren war die Firma Niesen Gastgeber, die ihre Hausaufgaben in Sachen Energieeffizienz bereits vorbildlich erledigt hat. Beim 3. Klima-Frühschoppen hat dort unter anderem Ralf Adler, Geschäftsführer der gleichnamigen Zimmerei und Holzbau GmbH, ausgestellt. Dieses Mal stellt seine Firma den Platz für die Leverkusener Energieeffizienz-Messe zur Verfügung.

Drei Gründe haben ihn dazu bewogen. Einmal sei er selbst Verbraucher und müsse ständig überprüfen, wo Einsparungen möglich sind. Zweitens ist er als Hersteller von energieeffizienten Holzhäusern und Anbauten schon 20 Jahre im Geschäft des ökologischen Bauens. Und schließlich steht seine Zimmerei-Halle auf einem besonders attraktiven Gelände in der Neuen Bahnstadt Opladen, wo an diesem Tag auch andere Firmen ihre Türen öffnen werden, weil dort zugleich das Brückenfest an der Campusbrücke stattfindet. Neben kleinen und mittelständischen Unternehmen werden auch Privatleute bei dieser "Börse" nützliche Hinweise bekommen, für Neubau mit ökologischen Baustoffen ebenso wie für manchmal kleine Investitionen, die sich über Energieeinsparungen rechnen. Außerdem nutzen Kreishandwerkerschaft und die Leverkusener Zweigstelle der IHK Köln die Gelegenheit, für Duale Ausbildung in verschiedenen Berufen zu werben. Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind noch längst nicht alle Lehrstellen besetzt. Alleine im Handwerk seien noch 450 Plätze in der Region unbesetzt. Mangel herrsche vor allem in den Bereichen Elektro und Sanitär, sagt Otto.

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Weitere Partner des Klima-Frühschoppens sind das städtische Umweltdezernat, das in diesem Jahr den European Energie-Award in silber bekommen soll, und das NaturGut Ophoven. Nach fünfjähriger Klima-Kampagne in Leverkusen sei das Problem in den Köpfen angekommen, zieht Leiter Hans-Martin Kochanek Bilanz. Aber bei der Umsetzung hapere es noch, findet er und nennt als Beispiel den immer noch zu hohen Fleischkonsum. Der Imbiss beim Frühschoppen soll garantiert aus ökologischem Anbau stammen.

Über 20 Firmen bauen ihre Stände in der Adler-Halle auf, informiert wird auch über Finanzierung und Fördermittel. Der Rundgang ist zwischen 10 und 14 Uhr möglich, um 11 Uhr gibt es ein Werkstattgespräch über "Energielecks in Unternehmen". Anfahrt über die Quettinger Straße und Campusallee.

(mkl)
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