Hilfe aus der Luft ADAC-Rettungshelikopter landen 2023 elf Mal in Leverkusen

Leverkusen · Rettung aus der Luft – nicht nur beliebter Stoff für erfolgreiche TV-Serien. Im echten Leben sind etwa die Piloten des ADAC in ständigem Einsatz zu Notfällen oder Krankentransporten.

 Der Rettungshubschrauber Christoph Rheinland des ADAC bei einem Rettungseinsatz

Der Rettungshubschrauber Christoph Rheinland des ADAC bei einem Rettungseinsatz

Foto: ADAC Luftrettung gGmbH

Gelbe Rettungshubschrauber kennen viele aus dem Fernsehen. In der ZDF-Erfolgsserie „Die Bergretter“ ist „die Mühle“, wie der Helikopter dort fast zärtlich vom Piloten genannt wird, im Dauereinsatz in den österreichischen Alpen. Ob die Piloten der ADAC-Luftrettung ihren fliegenden Schätzchen auch Kosenamen verpassen? Meldet der ADAC nicht. Offiziell heißen die sechs in Nordrhein-Westfalen stationierten Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber alle „Christoph“ mit einem Zusatz. Wie oft die gelben Hubschrauber im vergangenen Jahr im Einsatz waren, hat der ADAC jetzt ausgewertet. 7020 Einsätze sind die „Christophs“ der gemeinnützigen ADAC-Luftrettung 2023 geflogen. Im Vergleich zu 2022 sind das 702 Einsätze weniger.

Am häufigsten in der Luft: „Christoph Europa 1“ mit 1715 Einsätzen (2022: 1770). „Die hauptsächlich für die Verlegung von Patienten eingesetzten Intensivtransporthubschrauber ,Christoph Westfalen‘ aus Greven und .Christoph Rheinland‘ aus Köln kamen auf 1035 (2022: 1174) und 914 (2022: 1020) Einsätze“, heißt es in der Zwischenbilanz. Auf Anfrage unserer Redaktion bricht der ADAC die Zahlen für Leverkusen herunter. Demnach musste ein „Christoph“ im vergangenen Jahr elf Mal in Leverkusen landen. Der Rettungshubschrauber „Christoph Rheinland“, der am Flughafen Köln/Bonn stationiert ist, kennt den Weg nach Leverkusen aus dem Effeff. Zehn Mal flog er 2023 zu Einsätzen in der Stadt. „Christoph Europa 1“ aus Würselen kam zu einem Einsatz her.

Ursache Nummer eins in Leverkusen wie anderswo bei rund 42 Prozent der Flüge sind „Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Danach folgten Notfälle des Herzkreislauf-Systems, etwa Herzinfarkt, mit rund 23 Prozent. In 14 Prozent der Fälle diagnostizierten die Lebensretter aus der Luft neurologische Notfälle, wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Bei rund acht Prozent war ein Notfall des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma die Ursache“, sagt der ADAC.

Am Standort Köln/Bonn wird mit „Christoph Rheinland“ übrigens der Einsatz von umweltfreundlichem Biokerosin in der Luftrettung getestet. Ein zweites Projekt mit Biokraftstoffgemisch aus erneuerbaren Abfällen und Reststoffen läuft mit „Christoph Europa 1“ in Aachen/Würselen. Ende dieses Jahres soll es Ergebnisse geben.

Ab 2025 könnte Leverkusen dann noch mehr Gemeinsamkeiten mit der TV-Serie aufweisen. Denn dann soll der neue Hubschrauberlandeplatz am Klinikum fertig werden, auf dem auch eine gelbe „Mühle“ des ADAC landen könnte.

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