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Abwechslungsreiche Stücke auf Leverkusens Bühnen

Kultur im Februar : Von Märchen, Muskeln, Mäusen

Passen Grimms Märchen in einen Abend, Tschaikowskis Schwanensee und Bizets Carmen in ein neues tänzerisches Gewand? Und passt der bald 150 Jahre alte Text der Strauss‘schen Fledermaus noch heute? Die Kulturstadtlev sagt: Ja!

Mal wieder Theaterluft schnuppern, Künstlern bei der Arbeit auf der Bühne zusehen und sich berauschen lassen von Musik, von Tanz, von Schauspiel. Im Forum startet der Monat Februar mit drei ganz unterschiedlichen Theater- und Tanz-Gastspielen. Natürlich, das kennen wir seit zwei Jahren, spielt auch Corona mit. Aber: „Veranstalter ebenso wie die Compagnien lassen nichts unversucht, dass diese Vorstellungen – so, wie es in den letzten Monaten möglich war – auch stattfinden können“, versichert die städtische Kulturabteilung Kulturstadtlev.

Gleich in der kommenden Woche wird es turbulent-vergnüglich mit einer der bekanntesten Operetten überhaupt: „Die Fledermaus“ von Johann Strauss. „Im Vorfeld der fünften Jahreszeit soll eine der bekanntesten klassischen Operetten ins Forum kommen – und die sorgt richtig für Stimmung!“, verspricht die Stadt über das Gastspiel des Theaters Osnabrück

 Vor bald 150 Jahren komponiert und immer noch ein Dauerbrenner: „Die Fledermaus“ wird vom Theater Osnabrück ins Forum gebracht.
Vor bald 150 Jahren komponiert und immer noch ein Dauerbrenner: „Die Fledermaus“ wird vom Theater Osnabrück ins Forum gebracht. Foto: Stephan Glagla

Der Inhalt in Kürze: Bevor er im Gefängnis eine Arreststrafe verbüßen muss, will sich Lebemann Gabriel von Eisenstein noch mal ganz prächtig amüsieren – beim Maskenball des Prinzen Orlofsky. Ganz so wie es ihm sein Freund Dr. Falke empfohlen hat. Doch dieser hat dabei Hintergedanken: Er will sich auf dem Fest für einen früheren Streich Eisensteins revanchieren. So gehen die Turbulenzen los, an deren Ende der Katzenjammer da und klar ist: „Der Champagner war an allem schuld.“

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Das Theater Osnabrück gastiert in Leverkusen unter der neuen Intendanz von Ulrich Mokrusch. TV-Zuschauer erkennen auf der Bühne vielleicht auch einen der Schauspieler aus Krimis wie Tatort, Soko Leipzig und Wilsberg wieder: Stefan Haschke, Ensemblemitglied des Theaters Osnabrück, spielt am Dienstag „Frosch“.

▷ Termin: 1. Februar, 19.30 Uhr, Forum, Karten: zwischen 23,50 und 34,50 Euro (ermäßigt zwischen 13,50 und 19 Euro) über kulturstadtlev.de oder im Forum-Kartenbüro 0214 406-4113.

Zwei Tage später wird eine ganz andere Geschichte erzählt. Das heißt, eigentlich sind es mehrere oder noch genauer so um die 200. Denn so viele Märchen haben die Brüder Grimm gesammelt. Ein mehr als abendfüllendes Programm. Damit es doch in eine Vorstellung von knapp zweieinhalb Stunden Dauer passt, hat Kabarettist, Autor und Schauspieler Michael Ehnert „Grimms sämtliche Werke... leicht gekürzt“. So heißt das Stück, das das Altonaer Theater am Donnerstag, 3. Februar, im Gepäck hat. Ehnert hat Erfahrung, er kürzte auch schon Goethe und Schiller ähnlich amüsant-tiefgründig in Unterhaltungsabende.

 „Grimms sämtliche Werke... leicht gekürzt“: Na, das wird ein märchenhafter Abend.
„Grimms sämtliche Werke... leicht gekürzt“: Na, das wird ein märchenhafter Abend. Foto: G2 Baraniak

„Jacob und Wilhelm Grimm waren weit mehr als nur die Märchenonkel der deutschen Literatur. Die Inszenierung lässt höchst humorvoll Jacob und Wilhelm Grimm den Wirren der deutschen Kleinstaaterei im frühen 19. Jahrhundert begegnen, aber auch Rotkäppchen und den Froschkönig auf Batman treffen“, heißt es in der Ankündigung von Kulturstadtlev. „Ein magischer Abend, der dem Publikum am Ende klarmachen wird, warum wir Deutschen sind, wie wir sind.“

▷ Termin: 3. Februar, 19.30 Uhr, Karten zwischen 16,50 und 26,50 Euro, empfohlen für Schüler-Abo und Familienkarte Plus (ab 14).

Der 8. Februar gehört dem Tanz. Das Israel Ballet ist zu Gast mit den Stücken Black Swan (Choreografie: Andonis Foniadakis) und Nova Carmen (Choreografie: Sharon Eyal). Auch wenn die Namen englisch sind, ist klar, an welche Werke sich die Stücke anlehnen: Es gibt Musik von Tschaikowski (Schwanensee) und teils auch Originalmusik von Georges Bizet (Carmen).

Das Israel Ballet, 1967 gegründet und regelmäßig international unterwegs, ist laut Kulturstadtlev die einzige israelische Compagnie, „die Werke vom anspruchsvollen klassischen Repertoire bis zum zeitgenössischen Tanz auf die Bühne bringt“. Das Programm im Forum verspricht ein „Dialog zwischen klassischer und zeitgenössischer Tanzsprache“ zu werden. Die Compagnie ist erstmals in Leverkusen zu Gast.

▷ Termin: 8. Februar, 19.30 Uhr, Karten: zwischen 23,50 und 38 Euro, ermäßigt 13,50 bis 20,80 Euro.