Abriss der alten Bahnhallen in Opladen hat begonnen

Studentenwohnungen im neuen Stadtquartier: Abriss der Bahnhallen gestartet

Aus dem ehemaligen Werkstattgebäuden sollen Wohnungen und Studentenapartments entstehen.

Es gab Brötchen und Kölsch, doch fand im Funkenturm am Dienstagabend keine jecke Veranstaltung statt. Zahlreiche Anwohner und Interessierte kamen, um sich über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte bei der ehemaligen Werkshalle zu informieren. Mit dem Abriss wurde am Montag gestartet, der Bau von „Cube Factory 577“ soll schnell durchgezogen werden. Die Anwohner sind über die anstehenden Bauarbeiten geteilter Meinung.

In etwa zwei Jahren soll „Cube Factory 577“ fertig sein. Vier Baukörper sollen in der Zeit auf dem Gelände der ehemaligen Werkshallen entstehen: Ein Bürokomplex, ein Baukörper mit Microapartments, Gewerbelokale und Gastronomie sowie ein Parkhaus. Mit dem Rückbau wurde am Dienstag begonnen, bis April dieses Jahres soll er abgeschlossen sein. „Dann soll möglichst schnell, alles in einem Zug, gebaut werden“, sagte Thore Marenbach, Geschäftsführer des Projektentwicklers und Bauträgers Cube Real Estate.

Der industrielle Charme soll dabei erhalten bleiben, versicherte Frederik Jaspert vom Architekturbüro JSWD. „Der ruppige Charakter, also Ziegel, Beton und Stahl, soll bleiben“, sagte Jaspert. Das Architekturbüro hatte die drei Phasen des Qualifizierungsverfahrens erfolgreich durchlaufen und wurde mit der Gestaltung von „Cube Factory 577“ beauftragt. Die Grundidee ist: Altstrukturen erhalten. So sollen beispielsweise alte Fassaden und Stahlträger in die Baukörper beziehungsweise das Gelände integriert werden. Und das obwohl der Abriss der Halle wohl der einfachste Weg gewesen wäre. „Der einfachste Weg ist aber nicht der Weg zum Ziel“, sagte Thore Marenbach, Geschäftsführer des Projektentwicklers und Bauträgers Cube Real Estate.

Kira Westermann findet es besonders gut, dass die alte Baustruktur erhalten bleibt. Sie wohnt in der Bahnstadt und ist froh, „dass endlich Leben in das Brachland kommt.“ Außerdem befürworte sie, dass das Bauvorhaben zügig durchgezogen werden soll, wobei sie eigentlich nicht groß von dem Baulärm betroffen sei.

  • Kreuz Leverkusen : A1-Stelze: TSV sucht nach Lösung

Denn auch wenn alte Strukturen bleiben, ein Abriss und Neubau muss dennoch erfolgen. „Zunächst wird relativ viel im Inneren passieren, davon bekommt man draußen nicht so viel mit“, sagte Marenbach. Der Rückbau werde dann möglichst weit weg von den Wohnbauten gestartet, sodass die übrigen Gebäude auf dem Gelände als Schutzwall dienen. Eine einzige Zu-und Ausfahrt für LKW an der Fakultätsstraße soll zusätzlich Lärm reduzieren.

Insbesondere ein Anwohner war von dem ganzen Vorhaben nicht überzeugt. Bereits beim Bau der TH Köln habe es nachts Arbeiten gegeben. Er befürchte nun eine ähnliche Vorgehensweise bei „Cube Factory 577“. Thore Marenbach wies daraufhin, dass solche Arbeiten verboten seien.

Ein anderer Anwohner fragte nach einer Marktanalyse. „Das bleibt weiterhin unser Risiko, ich glaube aber, dass alles vermietet wird“, sagte Marenbach. Das im Quartier lange ersehnte Café im ehemaligen Verwaltungsgebäude des früheren Ausbesserungswerkes solle zumindest im April eröffnen.

Mehr von RP ONLINE