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A1-Rheinbrücke: Umbau der Lkw-Sperre soll Stau bei Köln verhindern

Lkw-Sperren an A1-Rheinbrücke : Umbau soll Zahl der Staus in Köln-Niehl verringern

Etwa hundert Lastwagen werden täglich an den Lkw-Sperren an der Rheinbrücke zwischen Leverkusen und Köln abgeleitet, die meisten davon an der Industriestraße in Niehl. Nun soll die Anlage versetzt werden, um den Verkehrsfluss zu verbessern.

Die Sperre wird nach Angaben des Landesbetriebs Straßen.NRW um ein Stück zurückgesetzt. Die Maßnahme soll die Zahl der Staus an der Anlage verringern, an der im Vergleich zu den übrigen Sperren die meisten zu schweren Fahrzeuge abgeleitet werden. "Wir konnten die Anlage damals nicht anders planen, zum Beispiel, weil es andere Baustellen in dem Bereich gab", sagt Straßen.NRW-Bereichsleiter Rüdiger Herwig. Der Landesbetrieb werde die Maßnahme in den Betriebsferien des Automobilherstellers Ford durchführen, damit möglichst wenige Autofahrer unter den Auswirkungen der Bauarbeiten zu leiden haben. Los geht es am 29. Juli, Ende August soll die Maßnahme beendet sein.

Rund 100 zu schwere Fahrzeuge werden täglich an den Lkw-Sperren vor der Brücke abgeleitet, die meisten davon an der Sperre in der Industriestraße. Das hat nach Angaben des Landesbetriebs damit zu tun, dass viele Lastwagenfahrer bewusst in die Sperre fahren, um sich einen Umweg zu ersparen. Fahren sie in die Sperre und werden abgeleitet, kommen sie schneller auf die A1 in Richtung Koblenz als auf dem vorgesehenen Weg. Die fällige Strafe nehmen die Fahrer in Kauf. Nach dem Umbau ist diese Abkürzung durch die Sperre nicht mehr möglich.

Die Zufahrt von der Emdener Straße (Turbokreisel) auf die Industriestraße in Richtung Chorweiler wird durch den Umbau geschlossen. Verkehrsteilnehmer können über die Geestemünder Straße auf die Industriestraße in Richtung Norden auffahren.

Ford-Mitarbeiter mussten Umwege fahren

Auch Mitarbeiter von Ford am Standort Niehl mussten wegen der Lkw-Sperren in der Vergangenheit Umwege in Kauf nehmen. Die direkte Auffahrt von der Industriestraße auf die A1 in Richtung Dortmund war monatelang nicht möglich. Straßen.NRW machte die Auffahrt dicht, weil sie ansonsten als Schlupfloch für Lkw auf die Brücke gedient hätte. Erst seit Ende Mai, als an der Parallelspur die fünfte Lkw-Sperre in Betrieb ging, ist der kurze Weg für Autofahrer wieder frei. "Die Sperre hat eine enorme Entlastung für Pkw-Fahrer gebracht", sagt Herwig.

Die Rheinbrücke zwischen Leverkusen und Köln ist für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt. Weil sich dem Fahrverbot täglich bis zu 150 Fahrzeuge widersetzten und so für große Schäden an der Brücke sorgten, waren im vergangenen Herbst die Lkw-Sperren installiert worden.

Einschränkungen für den Verkehr während des Umbaus:

  • Während des Umbaus ist auf der Industriestraße in Richtung Chorweiler nur ein Fahrstreifen frei. Die Auffahrt von der Industriestraße auf die A1 Richtung Dortmund ist gesperrt.
  • In der ersten Bauphase (29. Juli bis 12. August) kann die Abfahrt von der Industriestraße auf die Emdener Straße nicht genutzt werden. Umleitungen sind ausgeschildert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist die Lkw-Sperre auf der A1