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A1 Leverkusener Rheinbrücke: Unternehmen werden härter bestraft

Lkw-Verbot auf A1-Rheinbrücke : Transport-Unternehmen werden härter bestraft

Seit Juni 2014 dürfen Lkw über 3,5 Tonnen nicht mehr über die Leverkusener Rheinbrücke fahren. Bei Missachtung wurden bisher nur die Lkw-Fahrer bestraft – nun wurde erstmals der Vermögensvorteil eines Spediteurs abgeschöpft.

Seit Juni 2014 dürfen Lkw über 3,5 Tonnen nicht mehr über die Leverkusener Rheinbrücke fahren. Bei Missachtung wurden bisher nur die Lkw-Fahrer bestraft — nun wurde erstmals der Vermögensvorteil eines Spediteurs abgeschöpft.

Wenn Spediteure und ihr Fahrpersonal das Durchfahrtverbot missachten und die Brücke überqueren, droht ihnen bereits beim einmaligen Verstoß neben einem Bußgeld von 150 Euro auch die Vermögensabschöpfung. Hierbei wird die Strecke zugrunde gelegt, die durch die Nichtbenutzung der Umfahrung gespart wird und mit einem festgelegten gewichtsabhängigen, Ahndungssatz multipliziert. Das durch die verbotswidrige Nutzung der Rheinbrücke Leverkusen gewonnene Vermögen muss der Unternehmer dann an die zuständige Bußgeldstelle abführen.

Mitte vergangener Woche hatte die Polizei einen 21-jährigen Lkw-Fahrer aus Litauen angehalten, der mit seinem Autotransporter, beladen mit neun gebrauchten Mittelklassefahrzeugen, die Brücke überquert hatte. Der junge Mann transportierte die Autos im Auftrag einer litauischen Spedition und hatte dabei sowohl die gültige Höhen- als auch Längenbegrenzung des Fahrzeugs überschritten.

Der Spediteur muss in diesem Fall nun fast 1300 Euro seines Vermögens an die Bußgeldstelle Köln abführen. Dem Fahrer des Lkw droht für die Missachtung des Durchfahrtverbots ein Bußgeld von 150 Euro.

Neben zwei weiteren Fahrverboten gegen Lkw-Fahrer, hat die Polizei weitere Maßnahmen zur Vermögensabschöpfung bei Spediteuren eingeleitet. Fünf Unternehmer wurden bereits zur Kasse gebeten, davon allein in drei Fällen unmittelbar aufgrund der Missachtung des Überfahrverbots auf der Rheinbrücke Leverkusen.

"Die Maßnahmen zeigen deutlich: Wir nehmen nicht nur die Lkw-Fahrer, sondern auch die Spediteure in die Verantwortung!", sagt der Leiter der Autobahnpolizei Köln, Polizeidirektor Georg Dissen.

(ots)