A1 bei Leverkusen: Bau der Rheinbrücke verzögert sich

A1 zwischen Leverkusen und Köln : Bau der neuen Rheinbrücke verzögert sich bis zu einem Jahr

Der Bau der neuen Leverkusener Rheinbrücke verzögert sich um bis zu ein Jahr. Das teilte Thomas Ganz, Regionalleiter beim Landesbaubetrieb Straßen NRW, am Freitag bei der Eröffnung eines Bürgerinfozentrums zum Brückenbau in Köln-Merkenich mit.

Der Grund seien Verzögerungen bei den Kampfmittelsondierungen im Umfeld der Brücke. Wegen des trockenen Sommers im vergangenen Jahr hätten diese nicht wie geplant durchgeführt werden können. Die zum Aufspüren von Bomben und Granaten aus dem 2. Weltkrieg nötigen Sondiergeräte seien auf einem Ponton montiert, dessen Einsatz eine Mindestwassertiefe erforderte.

Die sei im vergangen Sommer durch das Austrocknen des Rheins häufig nicht erreicht worden. Ohne Pontons zu arbeiten, sei aber ebensowenig möglich gewesen, denn dafür war das Wasser zu hoch.

Nach heutigem Stand bedeute das, dass sich die Bauzeit für die erste Phase des nördlich gelegenen vierspurigen Brückenteils um bis zu einem Jahr bis 2021 verzögere. An die erste Bauphase schließt sich dann der Bau eines zweiten vierspurigen südlichen Brückenteils an, die weitere drei Jahre erfordert. Demnach wäre die Brücke insgesamt 2024 fertig.

Derzeit prüft der Landesbaubetrieb gemeinsam mit den beteiligten Baufirmen Möglichkeiten, die Verzögerungen bei der Kampfmittelsondierung aufzuholen. Ursprünglich sollten die Sondierungen 2018 beendet sein. Nun dauern sie voraussichtlich bis zu den Sommerferien.

Durch die Verzögerungen könne auch der stark genutzte Radweg am Leverkusener Rheinufer noch nicht freigegeben werden, hieß es weiter. Er war gesperrt worden. Sobald der Bauablauf es zulasse, werde der Weg geöffnet.

(inbo/bu)
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