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A1 am Kreuz Leverkusen: TSV sucht nach Lösung

Kreuz Leverkusen : A1-Stelze: TSV sucht nach Lösung

Auch die Werkself und der TSV Bayer 04 sind vom Umbau des Autobahnkreuzes betroffen.

Die Politik diskutiert seit Jahren zum Autobahn-Umbau in Leverkusen, Bürger diskutieren mit, engagieren sich bei Demonstrationen für eine Tunnellösung statt dem Ausbau der heutigen Stelze zu einem Megaüberflieger. Ein in der Diskussion noch kaum berührtes Thema: Wie trifft das Ganze die „Anlieger“ Werkself und TSV Bayer 04? Aus dem Umfeld des Fußballclubs heißt es, man mache sich schon Gedanken, wie das Thema Parkplätze während der Bauphase – und hinterher ohnehin – geregelt werde, wenn der heutige Stelzen-Parkplatz zum Baufeld wird.

Und auch beim TSV Bayer 04, dem mitgliederstärksten Breitensportverein in der Stadt, ist die Baustelle ein großes Thema, bestätigt TSV-Geschäftsführerin Anne Wingchen: „Ich möchte grundsätzlich sagen, dass die Situation mit der A1 uns alle vor Herausforderungen stellt, auch den Sport an der Stelze. Wir haben dort unsere Parkplätze, die Zuwege zum Verein und das muss gelöst werden.“

Laut Wingchen sind die Probleme, die der Verein kommen sieht, bereits bei den zuständigen Behörden bekannt: „Wir hatten die Möglichkeit, unsere Notwendigkeiten und Zwänge zu platzieren. Ob darauf Rücksicht genommen werden kann, weiß ich nicht. Ich glaube, keiner von uns kann beurteilen, was für Auswirkungen so ein Mammut-Projekt haben wird“, sagt Wingchen.

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Sie berichtet auch: „Wir haben das auch Straßen NRW präsentiert. Das war ein sehr gutes und konstruktives Gespräch. Aber jeder von uns weiß, dass die Herausforderung so riesig groß ist, dass wir alle in Leverkusen Einschränkungen haben werden. Wie weit diese Einschränkungen gehen, kann ich nicht sagen. Man weiß ja auch insgesamt noch nicht, was es überhaupt wird.“

Fakt ist: Das Land hat dem Bund  die Option kurzer Tunnel gemeldet. Darüber, ob die Stelze vergrößert, ein kurzer Tunnel gebaut oder gar doch noch ein langer Tunnel in Frage kommt, wie es SPD-Bundestagsabgeordneter Karl Lauterbach in den vergangenen Tagen in Berlin schmackhaft zu machen versuchte, entscheidet Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

(LH/jim)