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Leverkusen: A 3: Polizei kontrolliert Lkw

Leverkusen : A 3: Polizei kontrolliert Lkw

Seit zwei Wochen kontrolliert die Autobahnpolizei Lkw-Fahrer auf der A 3 in Höhe der Anschlussstelle Opladen. Schwerpunkt der Kontrollen sind Abstandsmessungen. Das Ergebnis: 136 Abstands-Verstöße in fünf Stunden.

Weil immer wieder Fahrzeuge ungebremst in Stauenden rasen, hat die Autobahnpolizei eine neue Messstelle auf einer Brücke über der A 3 an der Anschlussstelle Opladen in Richtung Oberhausen eingerichtet. "Auf der Brücke ist eine Videoüberwachungsanlage eingerichtet worden, mit der wir die Geschwindigkeit und schwerpunktmäßig die Abstände messen", sagt Georg Dissen, Leiter der Autobahnpolizei. Kontrolliert werden Lkw und Pkw.

"Unser Hauptaugenmerk liegt aber auf den Lkw", sagt Dissen. In erster Linie seien es Trucks, die zu wenig Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hielten und so Unfälle verursachten. Ein Ergebnis der Kontrollen in Opladen: 136 Lkw-Abstandsverstöße binnen fünf Stunden. "Das sind heftige Zahlen", kommentiert Dissen. "Durch die Kontrollen wollen wir die Zahl der Unfälle, insbesondere in Stauenden, senken."

Oft nur zehn Meter Abstand

Auf den Autobahnen rund um das Leverkusener Kreuz und den Kölner Autobahnring kommt es wegen der Baustellen und der vielen Staus immer wieder zu Unfällen. Deshalb sei auf der A 3 eine neue Messstelle eingerichtet worden. Auf Autobahnen müssen die Fahrer bei einer Geschwindigkeit ab 50 km/h eine Distanz von 50 Metern einhalten. "Nicht selten fahren die Lkw aber nur im Abstand von zehn Metern hintereinander her", berichtet Dissen. "Wir raten den Fahrern immer, sich an den Leitpfosten zu orientieren. Die Abstände betragen nämlich genau 50 Meter."

Gemessen werden die Verstöße per Videokameras mit dem Verkehrsüberwachungsgerät "VKS". Das Prinzip: Mehrere Kameras spähen von einer Brücke aus mögliche Abstandssünder aus, wobei ein Computerprogramm über Messlinien und Weg-Zeit-Berechnung die Kandidaten ausfiltert.

"Dabei wird nicht mit jeder Kamera die ganze Zeit gefilmt", erläutert Polizist Mathias Fuchs, der mit seinem Kollegen Wolfgang Thaleiser mit einem zivilen Polizeifahrzeug auf der Brücke steht und vier Monitore im Fahrzeuginneren im Blick hat. "Diese Kamera für den linken Monitor hat alle Fahrstreifen im Visier, aber eine sehr schlechte Auflösung. Nummernschilder sind nicht zu erkennen. Gibt es einen Verstoß, schalten sich andere, genauere Kameras dazu", erläutert der Polizeibeamte.

Für den besseren Überblick ist die gefilmte Strecke rund 800 Meter lang. "Es kann passieren, dass jemand sich in die Spur drängelt. Dann kann der Hintere nichts für den kleinen Abstand", sagt Fuchs.

Ob die Kontrollen Wirkung zeigen, könne man nach knapp zwei Wochen noch nicht sagen, berichtet Dissen. "Erfahrungsgemäß sind die Zahlen bei neu eingerichteten Messstellen zunächst hoch. Später aber eher rückläufig."

(RP/rl)