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Leverkusen: A 1: Raststätte weiter ungewiss

Leverkusen : A 1: Raststätte weiter ungewiss

Aufatmen in Remscheid: Die Verlagerung der Remscheider Autobahnraststätte ist vom Tisch. Laut NRW-Verkehrsministerium ist Leverkusen, was die Suche nach Rastanlagen angeht, weiter im Rennen.

Die Autobahnraststätte Remscheid bleibt erhalten. Diese Nachricht übermittelte der bergische Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) gestern an die Presse. Die geplante Tank-und Rastanlage auf Leverkusener Gebiet ist damit aber nicht vom Tisch.

Ein Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums sagte gestern auf Anfrage: "Trotz Remscheid ist die Straßenbauverwaltung vom Bund erneut gebeten worden, nach geeigneten Standorten für unbewirtschaftete Rastanlagen zu suchen." Leverkusen sei — zumindest was die Suche angeht — "weiter im Rennen".

Jürgen Hardt beruft sich auf ein Schreiben aus dem Bundesverkehrsministerium. Die Straßenbauverwaltung Straßen.NRW wird darin gebeten, "unter Beibehaltung der bewirtschafteten Rastanlagen Remscheid geeignete Standorte für unbewirtschaftete Rastanlagen zu suchen, um die dringend erforderliche Parkkapazität zu erhöhen", teilt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jürgen Hardt mit.

Erstmals werde hiermit klar zum Ausdruck gebracht, dass in Remscheid nicht nur die Parkplätze, sondern auch die Rasthöfe an der Autobahn erhalten bleiben, schreibt Hardt, der sich stark für den Erhalt der Rastanlagen eingesetzt hatte. Noch zu Jahresbeginn war die Zukunft der Tank- und Rastanlagen Remscheid ungewiss.

Positive Signale

Zum Hintergrund: Der Landesbetrieb Straßen.NRW soll im Auftrag des Bundes nach einem Standort für eine neue Tank- und Rastanlage an der A 1 zwischen Wuppertal und Leverkusen suchen. Nachdem 2009 Leverkusener Bürger und Politiker gegen einen Standort auf Stadtgebiet Sturm gelaufen waren, kristallisierte sich aus mehreren Vorschlägen — unter anderem im Bürgerbusch — Lützenkirchen als Vorzugsstandort heraus.

Hardt hatte sich wiederholt mit der Forderung nach einem Erhalt der Remscheider Raststätten an das Bundesverkehrsministerium gewandt: "Ich bin hoch erfreut über diese klare Aussage seitens des Bundes", sagte Hardt.

Was die Anlage auf Leverkusener Gebiet angeht, ist die Verwirrung nun groß — erst gestern hatte Peter Westmeier, Sprecher der Bürgerinitiative "Lev kontra Raststätte", erklärt: "Wir haben seit Donnerstag vergangener Woche positive Signale, dass die Raststätte hier nicht gebaut wird." Das wiederum wollte der Landesbetrieb Straßenbau.NRW gestern auf Anfrage nicht bestätigen. "Diese Information haben wir nicht", teilte ein Sprecher mit.

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, der zuvor angekündigt hatte, sich sowohl beim Ministerium als auch beim Landesbetrieb Straßen.NRW zu erkundigen (wir berichteten), sagte gestern gegenüber unserer Redaktion: "Ich habe noch nichts gehört. Aber ich bin dran."

(RP/rl)