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A 1-Raststätte in Leverkusen: Scheuer hat doch nichts entschieden

Mini-Sachstandsbericht des Bundesverkehrsministeriums : A 1-Raststätte: Scheuer hat doch nichts entschieden

In Berlin ruht der See bisher still. Jedenfalls haben Andreas Scheuer und sein Bundesverkehrsministerium bisher noch nicht mitgeteilt, ob die Raststätte an der A 1 zwischen Keuz Leverkusen und Wuppertal tatsächlich in Höhe Lützenkirchen/Steinbüchel (Fester Weg) gebaut werden wird.

Oder haben sie doch? In einer Information der Bund-Land-Firma Deges, die mit der Suche nach einem Standort für eine Raststätte betraut worden war und im Frühjahr 2019 ihre Empfehlung vorstellte – Rastplatz Richtung Wuppertal in Höhe Fester Weg, Rastplatz Richtung Köln auf Burscheider Areal, je mit 50 Lkw-Stellplätzen, dazu 20 Pkw-Stellplätze und WC-Anlagen –, hatte es eine Passage gegeben, die die Stadt aufhorchen ließ: „Das Schreiben der Deges enthielt unter anderem den Hinweis, dass die beiden Standorte durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mittlerweile offiziell bestätigt wurden“, notiert die Stadt in der jüngsten Ausgabe des Infodienstes „z.d.A. Rat“.

Oberbürgermeister Uwe Richrath setzte Ende 2019 ein Schreiben an Scheuer auf, weil „diese abschließende Entscheidung nach Kenntnis der Stadt noch aussteht“, und forderte einen Sachstandsbericht. Der lässt die Stadt, die Politik, betroffene Anwohner und die Bürgerinitiative „Lev kontra Raststätte“, die sich allsamt gegen den Parkplatz auf Leverkusener Stadtgebiet aussprechen, aufatmen: Es sei noch keine Entscheidung gefallen, es handele sich „bei der oben geschilderten Information um ein Versehen der Deges“, hieß es aus Berlin. Die Aussage sei auf der Internetseite der Deges korrigiert worden, ergänzte Stefan Krause, Leiter der Abteilung Bundesfernstraßen im Ministerium. Wann eine Entscheidung fallen könnte, schrieb Krause nicht.

(LH)