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Leverkusen: A 1-/A 3-Ausbau: Initiativen planen Großdemo

Leverkusen : A 1-/A 3-Ausbau: Initiativen planen Großdemo

Die Initiativen für Verkehrsplanung wollen Druck auf die Autobahnbehörde ausüben. Buchhorn will mitdemonstrieren.

Angekündigt hatte Reinhard Buchhorn vor längerer Zeit zwei Dinge: a) "Die Stelze im Bereich Küppersteg muss weg." Dafür muss die Tieflage der A1 vom Leverkusener Kreuz soweit wie möglich bis zur ebenfalls neu zu bauenden Rheinbrücke, am besten verschwinde die A 1 schon im Bürgerbusch unter die Erde, damit die Abzweigung von der A 3 von und nach Oberhausen ebenfalls bereits von der Anschlussstelle Opladen kommend früh abgesenkt werde.

Und b) Wenn diese Lösung nicht komme, "werden wir das Leverkusener Autobahnkreuz besetzen". Er wolle sich dann auf das Kreuz setzen und lud Bürger ebenfalls dazu ein.

Ganz so weit ist es noch nicht, aber bald schon räumlich nahe dran. Die Leverkusener Initiativen für Verkehrsplanung (LIV) kündigten gestern die Planung einer Großdemo an . . .

• für die Tieflage der A 1 statt einer Monsterstelze, die angrenzende Häuser und Gärten in den Dauerschatten legt

• und für die Tieflage der A 3 statt Enteignungen.

Ende April/Anfang Mai soll die Demo laufen. Peter Westmeier, Sprecher der LIV: "Wir planen zurzeit einen Demonstrationszug aus der Schleswig-Holstein-Siedlung kommend über die Bismarckstraße bis nach Küppersteg zur Stelze. Damit werden die betroffenen Anwohner der A 3, A 1 und vom Kreuz direkt einbezogen." Der Ausbau der A 3 ohne Tieflage "kann ja nur die Enteignung von Grundstücken, die für den Ausbau weichen müssen, bedeuten", rief er in Erinnerung.

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Wie sich die Autobahnbehörde Straßen.NRW das Thema A 1/A 3 vorstellt, will sie am 22. April bei einer Informationsveranstaltung im Forum den Bürgern vorstellen. "Das ist ein vorentscheidender Zeitpunkt, weil bis dahin die Machbarkeitsstudie für die Stelze vorliegt und dann wohl auch deutlich wird, wie die A 3-Planungen aussehen sollen", erläuterte Westmeier. "Wir sind überrascht, dass Straßen.NRW einen Termin im April gewählt hat, angekündigt war die Veranstaltung erst für Juni. Aber damals, als es auf Höhe Lützenkirchen um eine neue Raststätte an der A1 ging, wurde der Info-Termin auch vorgezogen."

Optimal wäre es, die Demo noch vor den Forum-Termin zu legen. "Aber das ist terminlich nicht machbar", sagte der LIV-Sprecher. Doch auch eine Demo nach dem Info-Termin kann Wirkung entfalten. Das weiß Westmeier aus den Erfahrungen mit der Raststätte. Es sei wichtig, jetzt schon auf die Großveranstaltung aufmerksam zu machen, um den Druck auf die Behörden zu erhöhen. "Bevor die Planer ihre Lösungen präsentieren, sollen sie wissen, dass nach ihrer Präsentation richtig Theater auf die Straße kommen wird." Dafür wünscht er sich in Küppersteg mindestens 2000 bis 3000 Menschen. Gerne mehr, vor allem "eine rege Teilnahme auch der Leverkusener Politiker. Oberbürgermeister Buchhorn hat seine Teilnahme schon zugesagt." Und zwar, weil er froh ist, dass Leute für die Bürger signalisieren, "dass wir hier in Leverkusen die Machbarkeitsstudie argwöhnisch und genau unter die Lupe nehmen werden", sagte Buchhorn gestern.

Zu seiner Kreuzblockade-Aussage von Ende 2013 steht er. "Strenge Maßnahmen sind jetzt nicht nötig, denn wir wissen nicht, welche Lösung vorgeschlagen wird. Aber wenn wir glauben, dass es eine technische Möglichkeit gibt, dass die Stelze weg- und die Fahrbahn unter die Erde kommt und es am Ende nur um 100 Millionen Euro geht, greifen wir auch zu haarsträubenden Mitteln, um zeigen, dass wir uns nichts gefallen lassen. Hier geht es auch um die Gesundheit der Bürger."

(RP)