Corona-Lage in der Stadt 850 Leverkusener sind an Covid-19 erkrankt

Leverkusen · Die Stadtverwaltung spricht von erhöhtem Infektionsgeschehen in Leverkusen. Die Impfquote (beide Impfungen) liegt aktuell bei 71 Prozent.

 Die Krankenhäuser bereiten sich auf eine möglicherweise steigende Anzahl von Corona-Patienten, auch auf der Intensivstation, vor.

Die Krankenhäuser bereiten sich auf eine möglicherweise steigende Anzahl von Corona-Patienten, auch auf der Intensivstation, vor.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Es wird ein Corona-Winter. Nachbarländer sind Risikogebiete, die Zahlen in Deutschland so hoch wie nie. Leverkusen bildet da keine Ausnahme. Die Stadt hat die Inzidenz-Marke von 300 am Wochenende geknackt, liegt nun bei 339,2.

Für die Krankenhäuser bedeutet das: Vorbereiten auf einen möglichen Ansturm auf die Intensivstationen. „Zurzeit sind keine Patienten mit einer nachgewiesenen Covid19-Infektion auf der Intensivstation, die aber trotzdem ausgelastet ist – in erster Linie mit Patienten, die nach großen Operationen intensivmedizinisch betreut werden müssen. Diese Patienten bleiben im Gegensatz zu den Corona-Patienten in der Regel nur wenige Tage auf der Intensivstation“, erläutert Cerstin Tschirner von der Kplus-Gruppe fürs Remigius-Krankenhaus. Aber: „Wir sind vorbereitet, wenn die Zahl derjenigen steigt, die stationär behandelt werden müssen. Die Isolierbereiche sind benannt, die Mitarbeitenden anderer Bereiche geschult, um gegebenenfalls auf der Intensivstation zu unterstützten. Wir schauen täglich, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und passen die planbaren Eingriffe dynamisch an.“ Bedeutet: Geplante Eingriffe werden verschoben werden, wenn mehr Corona-Patienten versorgt werden müssen – wenn die Verschiebung medizinisch vertretbar ist.

Auch das Klinikum trifft vorbereitende Maßnahmen um Platz zu haben für weitere stationär zu betreuende Corona-Fälle (wir berichteten).

Im Lagebericht der Stadt heißt es: „Es besteht nach wie vor ein erhöhtes Infektionsgeschehen, welches sich stetig steigert. Cluster im Kontext des Karnevals, aber auch einzelne Ausbruchscluster bei privaten beziehungsweise betrieblichen Feierlichkeiten tragen zur Steigerung der Infektionszahlen bei, insgesamt bleibt das Geschehen aber diffus.“

Sollten die Infektionszahlen weiter unverhältnismäßig steigen, „sind stringente Anpassungen beziehungsweise Reduzierung des Bearbeitungsumfangs unumgänglich“, warnt die Verwaltung zum Thema Kontaktpersonennachverfolgung.

Die Zahlen:

Gesamtinfizierte 11.973 (+71)

Genesene 11.000

Aktuell Erkrankte 850

Todesfälle 120 (120)

Schulen 72 Schüler und zwei Mitarbeitende an 19 Schulen sind PCR-bestätigte Fälle. Die Infektionen verteilen sich aber auf mehrere Klassen, es gibt laut Stadt kein Cluster.

Kitas 19 Kinder und fünf Mitarbeitende in 16 Kitas sind PCR-bestätigte Fälle.

Seniorenheime Drei Bewohner und fünf Mitarbeitende in sieben Einrichtungen sind PCR-bestätigte Fälle.

Impfquote 72,7 Prozent der Leverkusener haben eine Erstimpfung, 71 Prozent auch eine Zweitimpfung. Die Booster-Impfung habe 6,3 Prozent der Leverkusener erhalten. Insgesamt sind in der Stadt bisher 250.784 Impfungen erfolgt.

Impfgelegenheit Montag, 22. November, 13 bis 18 Uhr, Stadthalle Bergisch Neukirchen, Wuppertalstraße 8 und Freitag, 26. November, 12 bis 16 Uhr, Tafel Manfort, Josefstraße 28.

Es werden Biontech und Moderna verimpft, auch Boosterimpfungen sind laut Stadt möglich. Keine Terminabsprache nötig.