800 Teilnehmer bei Sengbach-Talsperrenlauf

43. Sengbach-Talsperrenlauf: Der „schönste Lauf der Umgebung“

Rund 800 Teilnehmer machten sich Sonntag an der Sengbachtalsperre auf den Weg. Für den TV Witzhelden war der Tag ein voller Erfolg.

Eine halbe Stunde vor seinem Rennen saß Markus Baumgart gemütlich am Rande eines Feldes und plauderte mit Gleichgesinnten. Zu diesem Zeitpunkt war von einer konzentrierten Vorbereitung noch nicht so viel zu erkennen, der Spaß und das alljährliche Erlebnis standen für den Hobby-Läufer, der schon etliche Male am Sengbach-Talsperren-Lauf teilgenommen hatte, klar im Vordergrund. „Dieses Jahr dürfte es für mich recht schwer werden, meine Bestzeit von 51 Minuten und 16 Sekunden zu knacken. Ich war mit meiner Familie gerade im Asien-Urlaub. Da blieb keine Zeit zum trainieren“, gestand der 47-jährige zweifache Familienvater, der den 11,3 km-Lauf ausgewählt hatte.

Als einer von gut 800 Teilnehmern, die in sechs verschiedenen Rennen am Start waren, ging der leidenschaftliche Läufer um 10 Uhr auf die Strecke. Die 43. Auflage des Sengbach-Talsperrenlaufes war ein voller Erfolg. Bei bestem Wetter traf sich am Sonntag die Lauffamilie in Witzhelden, „um am schönsten Lauf in der Umgebung teilzunehmen“, wie es Leichlingerin Anne Torbohm bezeichnete. Schon weit vor der Strecke hätte man auch von einem Volksfest ausgehen können. Überall auf den Feldern an der Hauptstraße waren Autos abgestellt, der Homberger TV hatte mit seinen 38 Startern sogar einen Bus gechartert. Der Feldweg zum Sengbach-Startplatz glich zeitweise einer Pilgerwanderung.

Der TV Witzhelden hatte als Veranstalter ein tolles Ereignis geschaffen. Die rund 100 Helfer im Start- und Zielbereich und auf der Strecke leisteten ganze Arbeit. „Es ist schon erstaunlich, dass der Verpflegungsstand bereits vor dem Rennen aufgesucht wird“, sagte Helferin Elke Koch. In jedem Bereich war die familiäre Atmosphäre stets zu spüren. „Wir sind ein kleiner Landschaftslauf. Durch die zahlreichen Konkurrenzveranstaltungen ist es in den vergangenen Jahren aber auch schwerer geworden. Allerdings haben wir uns konstant bei um die 800 Teilnehmer eingependelt“, berichtete Bernd Munk vom Organisationsteam, der ein zufriedenstellendes Fazit zog.

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Für den unterhaltsamen Rahmen im Start- und Zielbereich sorgte Jochen Baumhof, der zum zehnten Mal am Mikrofon stand und gleichzeitig für die Zeitmessanlage verantwortlich war. Vor der Sengbach-Runde wurden einzelne Teilnehmer persönlich begrüßt und stimmungsvoll auf die Strecke verabschiedet. „Diese Veranstaltung hier ist die perfekte Gelegenheit, um sich zum Beispiel auf den Köln-Marathon vorzubereiten“, merkte Baumhof an, der auch selber einige Laufveranstaltung ausrichtet. Wie alle Teilnehmer zeigte er sich über die Bedingungen hoch zufrieden, die sehr gute Laufzeiten zuließen.

Nach 53 Minuten und 42 Sekunden kam Markus Baumgart abgekämpft von seiner Runde zurück. „Die Bratwurst vom gestrigen Abend lag mir noch im Magen“, sagte der lange Schlacks in seiner humorvollen Art. Immerhin wurde er in seinem Rennen von 206 männlichen Teilnehmern 18. und konnte zufrieden, wie wohl die meisten Teilnehmer, den Heimweg antreten.