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Bergisch Neukirchen: 50 Jahre - Grundschule feiert heute

Bergisch Neukirchen : 50 Jahre - Grundschule feiert heute

An der Wuppertalstraße werden Sport und neue Medien groß geschrieben.

Schulentwicklung zu betreiben, hatte sich Vera Bellgardt vorgenommen, als sie vor sieben Jahren die Leitung der Grundschule Wuppertalstraße übernahm. Sie hatte Glück. Denn zeitgleich wurden einige ältere Kollegen pensioniert. Junge Pädagogen kamen nach und unterstützten Bellgardts' Pläne. Seither haben sie, gemeinsam mit Konrektorin Sandra Hasenclever, unter anderem offenen Unterricht installiert, neue Lehrwerke angeschafft, Lehrzeitpläne für Klassen und ein Konzept entwickelt, das Sport in den Vordergrund stellt. Seither bezeichnet sich die Lehranstalt als "sportorientierte Grundschule". Schwimmunterricht für jeden Jahrgang ist Pflicht.

Folglich können fast 100 Prozent der Kinder beim Schulwechsel schwimmen. "Unser Ziel ist, dass alle Schüler Ende der zweiten Klasse das Seepferdchen und das Bronzeabzeichen haben", erläuterte Bellgardt, die auch Kooperationen mit TuS 04 Leverkusen und Opladener Landrat Lucas-Gymnasium pflegt. "Wir haben natürlich nicht mehr Schwimmunterricht als andere Schulen", stellte Bellgardt klar. "Aber wegen der Nähe nutzen wir morgens die erste Stunde, während andere Schulen erst anfahren müssen." Überhaupt habe das umliegende Sportgelände die Neuausrichtung quasi vorgegeben, sagte die Lehrerin für Mathematik und Naturwissenschaften.

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Sport steht am heutigen Samstag, von 13.30 bis 17 Uhr, einmal nicht im Vordergrund. Denn dann wird das 50-jährige Bestehen unter dem Motto "Schule gestern - heute - morgen" gefeiert. Zur Teilnahme eingeladen sind neben aktuellen Schülern auch Ehemalige. Zum Beispiel gibt es Exponate aus alter Zeit. Ein Rückblick gestaltet sich mangels Unterlagen allerdings schwierig. Bekannt ist nur, dass die Schule 1968 neu gebaut und 1971 erweitert wurde.

Bis dahin mussten Kinder eine Schule in Pattscheid besuchen, die nach dem Apotheker Franz Wilhelm Oligschläger benannt war. Aus alten Berichten unserer Zeitung geht hervor, dass es schon damals an Lehrern mangelte und Unterricht für 360 Schüler gekürzt wurde.

Die Zukunftsaussichten sind rosiger. Aktuell werden 225 Kinder von 14 Lehrerinnen unterrichtet. Kürzlich kam die Genehmigung der Bezirksregierung für eine dritte Anfängerklasse, so dass dann jede Klasse 20 Schüler haben wird. "Dann sind wir wirklich gut aufgestellt", sagt die Schulleiterin.

Das gilt ebenso für die Ausstattung. So verfügt, dank Förderverein, jede Klasse über ein interaktives Whiteboard, eine moderne elektronische Tafel. Dazu gibt es einen Klassensatz Tabletts, die momentan hauptsächlich von den dritten und vierten Klassen genutzt werden.

(RP)