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48-Jähriger aus Leverkusen ersticht frühere Geliebte (22) mit Dolch

Leverkusener vor dem Landgericht : Enttäuschte Liebe: 48-Jähriger ersticht seine frühere Geliebte (22) mit dem Dolch

Mit einem Dolch hat ein 48 Jahre alter Mann aus Eritrea seine frühere Geliebte (22) erstochen. Das hat der Leverkusener am Freitag vor dem Kölner Landgericht gestanden.

Der Mann  ist wegen Mordes angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft soll er der Frau im vergangenen Juli vor deren Wohnung an der Virchowstraße in Schlebusch aufgelauert und sie bei einem „überraschenden Angriff“ im Hausflur tödlich verletzt haben. Sein Ziel sei es gewesen, dem Opfer „ein möglichst großes Maß an Schmerzen“ zu bereiten. Die 22-Jährige starb noch am Tatort.

In einer Erklärung, die seine Verteidigerin am ersten Verhandlungstag verlas, räumte der Angeklagte die Tat ein. Allerdings habe ihr Mandant nicht von Anfang an vorgehabt, die Frau zu töten: „Er wollte mit ihr reden, wollte sie zurückgewinnen.“ Doch als die 22-Jährige angefangen habe zu schreien, sei der Angeklagte „in Panik geraten“ und habe zugestochen.

Laut Anklage hatte der Eritreer die ebenfalls aus dem ostafrikanischen Land stammende Frau 2019 in Leverkusen kennengelernt. Es entwickelte sich eine Beziehung. Der Angeklagte habe die 22-Jährige heiraten und eine Familie mit ihr gründen wollen.

Als das spätere Opfer aber von zwei vorangegangenen Ehen des 48-Jährigen erfahren habe, für die er keine Scheidungsdokumente habe vorlegen können, soll sie sich aus religiösen Gründen von ihm getrennt haben. Dadurch sei der Angeklagte „in Zorn geraten“. Ein Beleg hierfür soll ein Vorfall aus dem März 2020 sein, bei dem der Angeklagte sein späteres Opfer mit einem Hammer bedroht haben soll.

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Die Bluttat in dem Hausflur an der Virchowstraße am 3.Juli vergangenen Jahres hatte weithin für Aufsehen gesorgt. Ihr war ein Einsatz des Spezialeinsatzkommandos gefolgt. Der Täter konnte schnell identifiziert werden. Spezialkräfte der Polizei  durchsuchten dessen Wohnung in Manfort und überwältigte dort einen 38-Jährigen. Der Mann wurde daraufhin ins Polizeipräsidium gebracht und als Zeuge befragt. Der gesuchte Tatverdächtige wurde wenig später festgenommen.

Der Prozess ist mit weiteren vier Verhandlungstagen bis Ende Februar terminiert.

(bu/dpa/lnw )