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33 neue Wohnungen an der Kantstraße in Leverkusen

Grundsteinlegung : WGL baut 33 neue Wohnungen an der Kantstraße

Im nächsten Frühjahr sollen 33 moderne Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen im Opladener Stadtzentrum bezugsfertig sein. Am Mittwoch war die Grundsteinlegung mit Oberbürgermeister.

Blitz und Donner blieben immerhin aus. Aber pünktlich zur Grundsteinlegung an der Kantstraße fing es an zu regnen, so dass die aktuellen Tageszeitungen in leicht feuchtem Zustand in die Metallröhre gepackt wurden, zusammen mit einigen Geldmünzen. Vielleicht hätte man im Corona-Jahr noch eine Mund-Nasen-Maske dazu legen sollen, als Hinweis für die Nachwelt auf die besonderen Umstände unter denen der traditionelle Akt zum Baustart stattfand. Und die bislang für leichten Verzug in der Zeitplanung gesorgt hat.

Im Herbst rollten an dieser Stelle die Bagger an, um die beiden in die Jahre gekommenen Mehrfamilienhäuser der WGL niederzureißen. Eine Sanierung lohnte sich nicht, hatte man in der größten Leverkusener Wohnungsbaugesellschaft mit einem Gesamtbestand von 6885 Wohneinheiten im Stadtgebiet entschieden. Die Bausubstanz war einfach zu schlecht. Also lieber Abriss und moderner Neubau neben dem noch neuen Eck-Gebäude der WGL, das erst vor eineinhalb Jahren bezugsfertig war. Inzwischen klafft an dieser Seite der Kantstraße von Hausnummer fünf bis 13 ein riesiges Loch, in das zunächst eine Tiefgarage gebaut wird. Einige der Einstellplätze sollen mit Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge ausgestattet werde, so der Plan. Darüber entstehen 33 Wohnungen zwischen 62 und 113 Quadratmeter. 17 werden als Zweizimmer, elf als Dreizimmer- und fünf als Vierzimmereinheiten aufgeteilt. Der nun in Angriff genommene Bau werde frei finanziert, sagte WGL-Geschäftsführer Wolfgang Mues, bevor er zusammen mit Oberbürgermeister Uwe Richrath symbolisch die Steinplatte festklopfte – mit fachmännischer Assistenz von Jimy Fromberg von der Baufirma Peters. Frei finanziert bedeutet Wirtschaftlichkeit und so erkläre sich, dass der vorgesehene Mietpreis von 10,50 bis 11 Euro pro Quadratmeter fast doppelt so hoch liegt wie bei den öffentlich geförderten Wohnungen nebenan. Die Nachfrage in dieser zentralen Innenstadtlage sei zwei- bis drei Mal so hoch wie das Angebot, erzählte Mues, so dass schon vor Baubeginn alle Einheiten vergeben seien und die WGL weitere Projekte entwickeln werde. Der Neubau Kantstraße wird als KfW-55-Wohnprojekt mit besonderer Wärmedämmung energieeffizient gebaut. Ein Blockheizkraftwerk im Kellergeschoss wird das komplette Gebäude günstig mit Wärme und Strom versorgen. Alle Zugänge sind schwellenlos, sowohl von der Straßenebene als auch von der Tiefgarage aus sind alle Etagen mit Aufzügen zu erreichen.

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Läuft alles nach Plan, so werden im ersten Quartal 2021 die Mieter einziehen können. Das liegt nun in der Verantwortung des Bauunternehmens Peters, das die Ausschreibung für dieses Objekt gewonnen hat. „Ich bin natürlich sehr froh, dass wir als Leverkusener Unternehmen den Zuschlag bekommen haben“, sagte Gesellschafter Peter Adams. Nur mit eigenen Leuten lasse sich ein solches Projekt nicht verwirklichen, da arbeite er mit Subunternehmern zusammen. Das Familienunternehmen Peters, das vor 100 Jahren von Wilhelm Peters gegründet wurde und in Hochzeiten 350 Angestellte hatte, beschäftigt heute noch 42 Festangestellte.