2019 in der Bahnstadt Opladen enorm viel gebaut

Bauvorhaben in 2019: Bahnstadt – der Westen wird lebendig

Im Osten wird das Ledigenheim zum Bürogebäude umgestaltet, die alte Zeichnerwerkstatt zum Sitz des Arbeitgeberverbandes Rhein-Wupper. Auf der Westseite wird’s neben Wohnungs- und Straßenbau 2019 richtig grün.

Die Asphaltschlange im matschigen Boden zieht sich bis zum Horizont. Was je nach Wetter und Wolkenspiel auf Freunde der Fantasy-Romane „Der Herr der Ringe“ wirkt wie der Weg ins unheilvolle Mordor, mausert sich ab Spätfrühjahr zur eichenbestandenen Europaallee, die als Nord-Süd-Achse die Bahnallee als Hauptverkehrsachse ersetzen soll. Die neue Straße ist nicht das Einzige, was sich 2019 in der Bahnstadt  tut. „Es gibt keinen Quadratmeter  mehr, der nicht bebaut oder verplant ist“, sagt Paul Hebbel, Aufsichtsratschef der Bahnstadt-Entwicklungsgesellschaft strahlend. Bahnstadt-Chefin Vera Rottes erläutert, was ansteht.

Ostseite

Die künftige Europaallee in Blickrichtung Süden. Entlang der Straße soll eine der längsten Alleen Leverkusens entstehen. Foto: Ludmilla Hauser

PMC Rail, Ableger  der Firma Plasser, eröffnet am 1. April eine Ausbildungsstätte für im Jahr bis zu 1000 Teilnehmer an der Werkstättenstraße. Dort soll es auch mietbare Konferenzräume geben. Jetzt schon zu sehen: das Gebäude in Backsteinoptik mit teilweiser Glasfassade. „Auf der Rückseite wird es eine  grüne Gestaltung geben“, sagt Rottes.

Ledigenheim Im Februar sollen im denkmalgeschützten  Gebäude an der Werkstättenstraße die Bauarbeiten starten. Es entstehen bis Anfang 2020 Büroeinheiten.

Das ehemalige Ledigenheim an der Werkstättenstraße steht unter Denkmalschutz. Im Februar beginnen hier voraussichtlich die Umbauarbeiten zu Büroeinheiten. Anfang Februar 2020 sollen die Büros bezugsfertig sein. Foto: Ludmilla Hauser

Sporthalle Schräg gegenüber, auf Höhe des alten Verwaltungsgebäudes (jetzt Cube Real Estate)  ist die Sport- und Mehrzweckhalle in Planung.

Kesselhaus „Auf die Leuchtmarke Kesselhaus warten wir seit Jahren“, erinnert Vera Rottes. Nun soll es soweit sein: „Die Sanierungsarbeiten beginnen.“ Entstehen sollen in dem Gebäude an der Bahnstadtchaussee Loftwohnen, gewerbliche Nutzung und Gastronomie.

Das Opladener Ende der Campusbrücke ist derzeit noch ein Provisorium. „Hier müssen wir jetzt rasch handeln“, sagt Vera Rottes. Foto: Ludmilla Hauser

Alte Zeichnerwerkstatt „Gekauft hat das Gebäude der Arbeitgeberverband Rhein-Wupper. Er will da seinen Verbandssitz einrichten“, berichtet die Bahnstadt-Chefin. Es soll ebenfalls Gastronomie geben. Hebbel: „Ein Biergarten unter den Platanen wäre schön.“ Start für den Umbau: erstes Quartal dieses Jahres, Bauende 2020. Rottes schwärmt zu den Aktivitäten an der Werkstättenstraße: „Wir kriegen da eine tolle Straßenkante.“

Wohnungsbau Gegenüber des Kesselhauses an der Bahnstadtchaussee werden zwei Gebäude mit 32 Mietwohnungen errichtet. Rottes: „Das ist gut, weil die Nachfrage riesig ist.“ Ab dem vierten Quartal soll vermietet werden.  Auch die Nachfrage nach Grundstücken sei enorm, aber es gibt auf der  Ostseite keine Flächen mehr.

TH-Standort An der Hochschule soll laut Hebbel 2021 der volle Studienbetrieb losgehen. Die Mensa soll auch öffentlich nutzbar sein.

Westseite

Europaallee Der erste Fahrstreifen ist schon gut zu erkennen. Es wird weitergebaut Richtung Norden, also am Bahnhof entlang. Ab Spätfrühjahr soll die Eichenallee gepflanzt werden. Später kommt eine mit Wein begrünte Lärmschutzwand hinzu.

Campusbrücke Sie endet derzeit im Nichts. Eine provisorische Treppe führt auf einen provisorischen Fußweg zur Bahnallee. „Da müssen wir uns unbedingt anstrengen, dass das zeitnah fertig wird“, betont Rottes und erinnert, dass bei der ersten Auftragsvergabe zur Fertigstellung der Brücke keine passenden Angebote kamen, nun müsse nochmal ausgeschrieben werden.

Brückenpark An der Campusbrücke sollen ab Februar die Arbeiten für das Grüne Band zwischen künftigem Park und Henkelmännchenplatz beginnen mit Wegen für Fahrrad- und Fußgängerverkehr.

Wohnungsbau Nördlich des Henkelmännchenplatzes (Höhe Wilhelmstraße) wachsen 70 Wohnungen (25 Prozent davon gefördert)  empor. Geplant sind ebenso eine Kita, Raum für gewerbliche Nutzung und eine Tiefgarage. Spatenstich  ist im Frühsommer. Nördlich angrenzend entstehen nochmal 112 Wohnungen, von denen 25 Prozent gefördert werden. Baustart ist hierfür ebenso im Frühsommer.

Busbahnhof (ZOB) In der Ratssitzung  am 18. Februar  berät die Politik über  die Bedachung des neuen Busbahnhofs. Die TBL fangen in diesem Jahr mit den Tiefbauarbeiten an. Im Sommer 2020 soll der ZOB fertig sein, ebenso die Europaallee.

Dienstleistungsgelände neben dem Bahnhofsquartier. Das wird laut Rottes durch die Stadt, die Wirtschaftsförderung  und die Bahnstadt vermarktet „mit einem Investorenauswahlverfahren“. Start ist dafür 2019/20.

Bahnallee Vera Rottes will versuchen, dort eine „Mischung aus Radfahren, Fußgängern und Autos“ zu ermöglichen. Klar ist: Es soll eine Wohnstraße werden, „aber keine Sackgasse“.

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