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2019 bewilligte Leverkusen keine öffentlich geförderten Mietwohnungen

Sozialer Wohnungsbau in Leverkusen : 2019 bewilligte Stadt keine öffentlich geförderten neuen Mietwohnungen

Die Lage am Wohnungsmarkt bleibt angespannt, die Mieten steigen unaufhörlich. Auf der Strecke bleiben oft Geringverdiener, Alleinerziehende und Senioren. Benötigt wird deshalb mehr sozialer Wohnungsbau.

Doch hier sinken die Zahlen über Jahre kontinuierlich. Wie sieht es aktuell in Leverkusen und Leichlingen aus? Wir haben bei den beiden Städten nachgefragt.

Zum Stichtag 31. Dezember 2018 gab es in Leverkusen 5239 Sozialwohnungen. Die Statistik zum Stichtag 31.Dezember 2019 werde im Februar 2020 erstellt und liege somit noch nicht vor, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mit. Wie viele Sozialwohnungen in Leverkusen fehlen, kann die Verwaltung nicht genau sagen. Einen Hinweis könne da höchstens die Wohnungssuche-Statistik ergeben in Verbindung mit den Bewerberlisten der großen Wohnungsgesellschaften in Leverkusen, heißt es.

Wie viele Sozialwohnungen wurden 2019 in Leverkusen neu gebaut?

„In Leverkusen wurden 2019 keine öffentlich geförderten neuen Mietwohnungen bewilligt“, heißt es von der Stadt. Warum, das erklärt die Verwaltung damit, dass 2019 für den Neubau von geförderten Mietwohnungen keine Förderanträge zur Bewilligung  eingegangen seien. Die teilweise bereits für 2019 avisierten Förderanträge (Westseite der neuen Bahnstadt in Opladen) werden die Bewilligungsbehörde Leverkusen erst in diesem Jahr erreichen.

Im Rahmen der Modernisierungsrichtlinie NRW wurden 15 Wohnungen in Opladen bewilligt (Verbesserung der Energieeffizienz und Abbau von Barrieren). Für diese Wohnungen  besteht nun erneut eine Belegungsbindung für die Dauer von 20 Jahren. Fertiggestellt wurden aus Bewilligungen der Vorjahre rund 60 Mietwohnungen.

Wer sind die wichtigsten Investoren?

Die Wohnungsgenossenschaften wie der Gemeinnützige Bauverein Opladen (GBO) und die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL), gehören zu den wichtigsten Investoren, sagt die Stadtverwaltung. Im Bereich der Bahnstadt-Westseite werden 2020 mehrere Förderanträge von auswärtigen privaten Investoren erwartet. Für private und öffentliche Investoren sind zurzeit sehr niedrige Zinsen am Geldmarkt zu haben, so dass die an sich günstigen Bedingungen im Rahmen der Sozialen Wohnraumförderung aktuell an Bedeutung verlieren.

Wie reagiert die Stadt auf die Situation?

Die Wohnraumförderungsbestimmungen NRW (WFB) und die Modernisierungsrichtlinie NRW (RL Mod) werden laut Stadtverwaltung in der Regel jährlich modifiziert. Die Bekanntgabe der neuen Regelungen erfolgt jeweils im Laufe des Februars für das laufende Jahr. Dieses Jahr werden die Bewilligungsbehörden in NRW kurz vor Karneval, nämlich am 17. Februar, über die neuen Regelungen informiert. Nach dieser Bekanntgabe erfolgt jährlich ein Informationsschreiben mit allen Neuigkeiten und Angabe des jährlichen Leverkusener Budgets an die größeren Wohnungsbauunternehmen, die in Leverkusen aktiv in Sachen Sozialer Wohnraumförderung sind. Für die soziale Wohnraumförderung stehen ausschließlich Landesmittel und keine städtischen Mittel zur Verfügung.

In Leichlingen gab es mit Stand 31. Dezember 2019 laut Stadt 608 Sozialwohnungen, davon 34 selbst genutzte und 574 Mietwohnungen. 2019 kamen keine neuen Wohnungen hinzu, teilt die Verwaltung der Blütenstadt mit.