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Leverkusen: 200 Tonnen Tannen werden zu Kompost

Leverkusen : 200 Tonnen Tannen werden zu Kompost

Ab dem 12. Januar holt die Avea die abgeschmückten Christbäume in Leverkusen ab. Der Rest vom Fest wird gesammelt und kompostiert.

Weihnachten ist vorbei, die Christbäume sind abgeschmückt oder werden es noch: Vom 12. bis 20. Januar holt die Avea die abgeschmückten Tannenbäume überall in Leverkusen ab. Damit sie auch tatsächlich abgeholt werden können, ist aber einiges zu beachten: Darauf weist Avea-Abfallberater Jürgen Schröder hin. "Die Tannenbäume sollen nicht nur abgeschmückt sein, wir nehmen auch keine Bäume mit Wurzeln und schon gar nicht mit einem Plastiktopf mit", verdeutlicht der Abfallberater.

Parallel mit den Abfuhrterminen für die gelben Säcke werden in den einzelnen Bezirken auch die Tannenbäume mit einem Fahrzeug der Avea eingesammelt. Das geht laut Schröder aber nur, wenn die Bäume nicht länger als zwei Meter sind. Längere Bäume müssten vorher gekappt werden, sagt er und betont zugleich: "Wir haben aber neuerdings immer öfter das Problem, dass die Leute ihre Tannenbäume in stücke gesägt in Plastiksäcke packen und an die Straßen stellen. Das haben wir aber gar nicht gerne, denn dann müssten wir alles wieder auspacken. Denn Plastik gehört nicht in die Kompostieranlage", verdeutlicht der Abfallberater. Das gilt natürlich auch für Lametta & Co: "Lametta ist zwar heute nicht mehr bleihaltig, wie es früher der Fall war. Es gehört aber trotzdem nicht in die Kompostieranlage", betont der Abfallberater. Und wenn es sehr windig ist, sollten die Bäume möglichst zusammengelegt werden, damit sie nicht auf die Straße geweht werden, rät Schröder weiter.

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Wünschenswert sei es auch, an Stichstraßen die Tannen gebündelt an einer Stelle abzulegen: "Das würde die Abfuhr erleichtern", sagt der Abfallberater. Es sei auch schon vorgekommen, dass Weihnachtsbäume in die Vorgärten gestellt worden seien: "Das macht es schwierig, die Tannen, die entsorgt werden sollen, von der Bepflanzung im Vorgarten zu unterscheiden. Deshalb sollten die Weihnachtsbäume immer möglichst gut sichtbar an die Straßen gestellt werden", betont der Abfallberater. Das sei zwar kein Muss, würde aber der Tannenbaum-Abfuhr die Arbeit sehr erleichtern.

Die entsorgten Tannenbäume aus Leverkusen landen dann in der Kompostieranlage in Buscheid: Das waren im vergangenen Jahr immerhin 200 Tonnen. Mit dem übrigen Grünschnitt des ganzen Jahres werden die Christbäume dort untergehoben, damit ein guter Mischkompost entsteht. "Tannen alleine geben keinen guten Kompost", weiß Schröder.

So werden aus dem insgesamt angelieferten Grünschnitt pro Jahr durchschnittlich 15 000 Tonnen Biomasse gewonnen, die hauptsächlich als Kompost dann von Landwirten und Privatleuten zur Düngung ihrer Felder und Gärten verwendet werden kann.

Drei Monate dauert es, bis aus den Zweigen der Tannenbäume Kompost geworden ist, der Stiehl bleibt noch etwas länger liegen, bis auch er mit dem übrigen Grünschnitt als Dünger beispielsweise auch für das Baumwachstum dem Naturkreislauf wieder zugeführt werden kann.

(RP)