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20 Jahre Schwangeren-Beratung "Esperanza" in Leverkusen.

Notlagenhilfe in Leverkusen : Hoffnung für Schwangere – 20 Jahre „Esperanza“

Eine „lebensbejahende Schwangerschaftsberatung“ ist das Ziel, sagt Leiterin Kirstin Meyer-Kottmann. Müttern und Vätern soll in Konflikt- und Notlagen geholfen werden.

Wer das Wort Esperanza im Internet eingibt, stößt auf amerikanische und puertorikanische Städte dieses Namens, auf Kinofilme mit diesem Titel, auf Künstlerinnnen, die diesen Vornamen tragen. Auf eines stößt jeder Rechercheur nicht ohne weiteres: das Angebot „Esperanza“ in Leverkusen. Und das will seit 20 Jahren genau das, was das spanische Wort verspricht: Hoffnung geben. Hoffnung für Frauen zu allen Fragen rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt. Das Beratungsangebot „Esperanza“ ist in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden.

Umfassende Hilfe für Frauen und ihre ungeborenen Kinder gibt es schon länger. Seit 1978 bietet der Verein Sozialdienst katholischer Frauen Leverkusen (SkF) Unterstützung für Frauen und Familien an. Immer individuell auf die zu Unterstützenden und ihre Situation zugeschnitten. „,Esperanza’ ist das Resultat eines Beschlusses der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahr 1999. Dieser beinhaltet eine lebensbejahende Schwangerschaftsberatung“, sagt „Esperanza“-Leiterin

Kirstin Meyer-Kottmann. Zwei Jahre später wurde die Beratung in Leverkusen ins Leben gerufen.

Zunächst waren die Beraterinnen des SkF in den Räumen der Geschäftsstelle an der Düsseldorfer Straße in Opladen angesiedelt. 2009 zog die Beratungsstelle in Räumlichkeiten an der Goethestraße 3 um. Das Ziel ist dasselbe geblieben: Müttern und Vätern Hoffnung in Not- und Konfliktlagen zu geben. Der Vorteil der Räume an der Goethestraße: mehr Platz, etwa für Gruppenangebote.

Zum Angebot von „Esperanza“ gehören beratende Gespräche zur Familienplanung, Sexualaufklärung, Pränataldiagnostik und der Umgang mit den Untersuchungsergebnissen, Hebammensprechstunden, ein sexualpädagogisches Bildungsangebot sowie eine Väterberatung. Weil seit 2015 Klienten verstärkt auch aus anderen Kulturkreisen kommen, gibt es das Leistungsangebot auch in verschiedenen Sprachen. Und. der SKF arbeitet an der Digitalisierung, „um barrierearm und zuverlässig Hilfe in schwieriger Lebenslage und geht damit einen wichtigen Schritt, um auch zukünftig Schwangerschaftsberatung in Leverkusen anzubieten“, betont Meyer-Kottmann.

Der Verein betont, „Esperanza“ Leverkusen sei ein wichtiges Mitglied im Beratungs- und Hilfenetz der Esperanza“-Schwangerschaftsberatung des Kölner Erzbistums. Das Erzbistum verzeichnet die Begleitung von rund 185.000 Hilfesuchenden. Das Erzbistum steckte knapp 50 Millionen Euro in den Fachdienst.

Apropos Digitalisierung: Zum 20. Geburtstag des Leverkusener Hilfsangebots war ein Festakt mit den Vertretenden der Träger, Mitarbeitern Ehrenamtlichen und weiteren Gästen geplant. Wegen der Pandemie lief die Veranstaltung digital.