Leverkusen/Burscheid: 1500 Beschäftigte im Warnstreik

Leverkusen/Burscheid : 1500 Beschäftigte im Warnstreik

1500 Beschäftigte aus 13 lokalen Metall- und Elektrobetrieben haben am Dienstag ihre Forderungen im Tarifstreit mit einem Warnstreik unterstrichen. Auf dem Burscheider Marktplatz fand die Kundgebung der IG Metall Köln/Leverkusen statt.

"Es war eine außerordentlich gute Stimmung. Der Markplatz war überfüllt", sagte Witich Roßmann, der 1. Bevollmächtigte der hiesigen Gewerkschaft. In den betroffenen Betrieben, darunter Federal Mogul und SKF, fiel in der Frühschicht rund vier Stunden Produktion aus.

"Ich betone nochmal, dass es bei dem Warnstreik nicht um ökonomischen Schaden geht. Die Arbeitgeber sollen sehen, dass sich die Beschäftigten wirklich engagieren und es soll eine Ermahnung sein, bei den Verhandlungen zu Potte zu kommen", sagte Roßmann, der sich und seine Kollegen in der Verhandlungskommission durch die "lebhafte Unterstützung" gestärkt sieht.

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld sowie eine unbefristete Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung der Betriebsräte bei der Leiharbeit. Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine Einkommenssteigerung von drei Prozent angeboten. Roßmann ist nicht sonderlich optimistisch, dass man sich am Freitag, wenn die Verhandlungen in NRW weitergehen, einigen wird. "Grade hinsichtlicher der Leiharbeit und der Azubis" erwartet er wenig Entgegenkommen. "Wir werden nicht über den 22. Mai hinaus verhandeln, dann bereiten wir eine Urabstimmung und Streiks vor", kündigt er an.