1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusen: 100 Unterstützer mehr für Bahn auf Rheinbrücke

Leverkusen : 100 Unterstützer mehr für Bahn auf Rheinbrücke

Die Online-Petition, in der eine Straßenbahnline auf der neuen A-1-Rheinbrücke gefordert wird, hat mittlerweile rund 1180 Unterstützer - gut 100 mehr als noch vor drei Tagen. Initiator Felix Staratschek sieht die Forderung nach wie vor nicht als Griff nach den Sternen. Die ablehnenden Aussagen verschiedener Behörden betrachtet er eher als halbherzig.

Zum Beispiel, dass die Zeit nicht reiche, die Straßenbahn für den zweiten Bauabschnitt der Rheinbrücke einzuplanen. "Die erste Brücke soll von 2017 bis 2020 errichtet werden", sagt der Radevormwalder, der sich für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) einsetzt. Daran solle auch nichts geändert werden. Hingegen nur an dem zweiten Brückenstück, das erst danach gebaut werde. "Das sollte in drei Jahren planbar sein", ist Staratschek überzeugt. Rheinbrücken mit Stadtbahngleisen gebe es in Bonn, Köln und Düsseldorf. "Das ist kein Ding der Unmöglichkeit. Eine Stadtbahn auch ist keine besondere Belastung für die Brücke." Das Gewicht eines Zuges sei geringer als ein Stau mit zahlreichen 40-Tonnern.

Einen Schnellbus alleine, wie von Leverkusen im ÖPNV-Bedarfsplan beantragt, hält Staratschek für nicht ausreichend. "Ein Schnellbus auf der Autobahn kann bei jedem Stau seine Schnelligkeit vergessen", sagt er. "Um Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen, muss es ein Verkehrsmittel sein, das jeden Stau überholt und komfortabler ist als die meisten Busse." Außerdem erfordere die Buslinie - anders als die von Staratschek vorgeschlagene Verlängerung der Straßenbahnlinie 12 aus Köln - einen Umstieg in Merkenich. Eine Buslinie sei jedoch als Ergänzung zur Straßenbahn nötig.

  • Rheinbahn in Düsseldorf : Eine Bahn zum Dome und ein Schnellbus für den Aquazoo
  • Laurine Vinkesteijn fehlte den Leverkusenerinnen im
    Volleyball, 2. Frauen-Bundesliga : Volleyballerinnen müssen einander vertrauen lernen
  • Ein Lichtblick: Opladens Johannes Sonnenberg ist
    Handball, 3. Liga : Personalsorgen plagen den TuS 82

Dass die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) ebenfalls keinen Anlass für eine Verlängerung der Linie 12 sehen, die mit einer hohen Investition verbunden sei, wundert den Antragsteller angesichts klammer Kassen nicht. Die Verlängerung würde aber viele Menschen erreichen und böte Potenzial, bis etwa Hilden und Ratingen weitergeführt zu werden.

(sug)