Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Burscheid

450 Teilnehmer, 150 Betreuer : Dieses Zeltlager ist ein logistisches Meisterwerk

450 teilnehmer, zwei Feldküchen und tonnenweise Lebensmittel – die Jugendfeuerwehren des Kreises treffen sich seit Mittwoch in Burscheid.

Insgesamt 450 Nachwuchs-Brandbekämpfer des Kreises kampieren seit Mittwoch in Burscheid. Noch bis Sonntag werden die Jugendlichen die Zeit auf dem alljährlichen Zeltlager der Jugendfeuerwehr nutzen, um sich besser kennenzulernen und gemeinsam spannende Aufgaben zu meistern. Die Zeltstadt ist ein logistisches Meisterwerk.

Es herrscht Ruhe vor dem Sturm: Noch bleibt den Helfern ein knapper Tag, dann muss alles stehen. Es ist Dienstag, später Nachmittag. Seit Montag bereiten die Männer und Frauen der Freiwilligen Einheiten des Kreises, allen voran die Jugendbetreuer, das große grüne Feld zwischen Wiembach und Autobahn vor. Strom und Wasserleitungen mussten gelegt, Toiletten aufgestellt werden. „Um die Infrastruktur kümmert sich der Kreis gemeinsam mit den Kameraden aus Burscheid, den Zeltaufbau übernimmt jede Jugendfeuerwehr selbst“, erklärt Peter Czychun, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart.

Zum 60-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Burscheid hatte sich die Einheit zur Ausrichtung des alljährlichen Zeltlagers bereit erklärt. Trotz der Größe ein leichtes Unterfangen für Jugendfeuerwehrwart Stefan Wallmeyer. „Es ist ja nicht unser erstes Zeltlager, das wir ausrichten.“ Bereits 2009 hatten die Burscheider als Gastgeber eine gute Figur abgeliefert. „Wir haben eine Checkliste, die wir abarbeiten und mit den nötigen Ehrenamtlern vor Ort, klappt das alles ganz gut.“

Die größte Herausforderung jedoch stelle die Verpflegung dar: Zwei große Feldküchen stehen bereit um rund 600 Personen (450 Jugendliche und ihre Betreuer) über vier Tage lang, morgens, mittags und abends mit Speisen zu versorgen. „Für den Einkauf haben wir alles vorbestellt. Die haltbaren Lebensmittel werden uns am Mittwoch in einem 7,5 Tonner geliefert“, berichtet Czychun. Brötchen und Fleisch werden frisch am Tag geliefert. „Die Getränke bringt sich jede Jugendfeuerwehr selber mit.“

An den bevorstehenden heißen Tagen ist die ausreichende Menge an Flüssigkeit wichtig. Gekühlt werden können die Getränke zur Not auch, denn jeder Einheit stehen die genaue Anzahl an Kilowattstunden zur Verfügung. „Wenn niemand auf die Idee kommt, eine Waschmaschine mitzubringen, sollte das für alle reichen“, scherzt Czychun.

Dass der Strom für das Laden von Handys aufgebraucht werden könnte, glaubt der Feuerwehrmann aus Leichlingen derweil nicht. Einige Einheiten hätten ein klares Handyverbot ausgesprochen, erfahrungsgemäß aber würde den Kindern an diesen Tagen so viel geboten, dass sie kein Bedürfnis verspüren am Smartphone zu daddeln. „Das ist für die Jugendfeuerwehr ein absolutes Highlight, auf das sich alle lange freuen.“

Am Donnerstag brechen die Kinder zum Kreiswettbewerb der Jugendfeuerwehr auf dem naheliegenden Sportplatz auf, ein sportlicher Wettkampf, bei dem die Jungen und Mädchen Fitness und Geschicklichkeit unter Beweis stellen müssen, um typische Aufgaben von Brandbekämpfern zu bewältigen. Am Freitag steht eine große Lagerolympiade auf dem Plan, am Samstag üben die Jugendlichen unter Realbedingungen, ob sie die Prüfung zur Leistungsspange, der höchsten Auszeichnung der Jugendfeuerwehr, schaffen würden. Abschließend sei für Samstagabend noch eine Überraschung geplant.

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