Leichlingen: Zahl der Einbrüche steigt – Polizei informiert Bürger

Leichlingen: Zahl der Einbrüche steigt – Polizei informiert Bürger

Viele Einbrecher nutzen die dunkle Jahreszeit aus. Die Polizei registriert in diesen Wochen mehr als doppelt so viele Haus- und Wohnungseinbrüche wie sonst üblich. Deshalb hat die Behörde in dieser Woche die landesweite Aktion "Riegel vor" durchgeführt. Auch die Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises hat sich an der Aktion beteiligt. Beamte waren an jedem Wochentag in einer anderen Stadt mit einem Präventionsmobil präsent.

Gestern gaben die Kriminalhauptkommissare Bernhard Ganger und Rüdiger Heil den Bürgern im Leichlinger Brückerfeld Tipps, wiesie ihr Haus oder ihre Wohnung besser vor Einbrechern schützen können. 80 Prozent der Täter kommen über die Terrasse bzw. durchs Fenster, sagt Rüdiger Heil. Zwölf Prozent der Täter kommen durch die Haustür, acht Prozent der Täter dringen durch den Keller ein.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Zahl der Einbrüche von 846 im Jahr 2011 auf 871 im Jahr 2012 gestiegen. Die Polizei setzt auf Abschreckung: Denn für die Täter muss so ein Einbruch meistens sehr schnell gehen. Sind die Fenster und Türen gut gesichert, lassen sich die Täter oft noch vertreiben. Je länger die Täter brauchen, um reinzukommen, desto so größer ist für sie die Gefahr, entdeckt zu werden.

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Mit welchen Mitteln sich Fenster und Türen am besten verriegeln lassen, zeigten die Beamten vor Ort. Querriegel ermöglichen einen massiven Verschluss und sind in der Regel von innen und außen schließbar", erläutert Heil. Querriegel-Schlösser verstärken das Türblatt, sie sichern Schloss- und Bandseite einer Tür, durch den weiten Riegel-Ausschluss können die Schließkästen besonders fest neben der Zarge im Mauerwerk verankert werden.

Auch ein Türspion ist sinnvoll. "Den können Sie sich mit einem Querriegelschloss sparen", sagt Heil. Bei Fenstern empfiehlt der Experte, wenn möglich, eine innenliegende Umrüstung auf Beschlag mit Pilzkopfverriegelung sowie Schutzfolien gegen Schlagwirkung. "Wir wollen unsere Kellertür durch eine Metall-oder Stahltüre ersetzen", sagte eine 71-jährige Rentnerin, die sich informierte.

(RP)
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