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Witzheldener Reitertage ein voller Erfolg

Beliebtes Traditionsturnier : Heitere Reitertage in Witzhelden

Beinahe jenseits aller Corona-Einschränkungen feiert der Sieferhof fünf erfolgreiche Turniertage. Der neue Ebbe-Flut-Platz hielt dem Regen stand.

Entspannte Stimmung vor der zweiten Springprüfung der mittelschweren Klasse am Freitagnachmittag: Das Wetter ist unentschlossen – Regenschauer und Sonnenschein wechseln sich minütlich ab –, und die Zuschauerränge füllen sich zu dieser frühen Zeit nur zaghaft mit interessierten Reitsportfans. Nach zwei intensiven Tagen voller Dressurprüfungen stehen die Springreiter im Mittelpunkt des Turniers.

Im Starterfeld aus 31 Reitern befindet sich auch Lokalheldin Johanna Sandrock vom Reitsportteam Leichlingen/Witzhelden mit Stute Griesella S, um den 460 Meter langen Parcours mit zehn Hindernissen möglichst schnell und fehlerfrei zu absolvieren. Vor ihr starten zehn andere Reiter nacheinander, legen ein gutes Tempo vor. Der Druck steigt. Es gilt, die Nerven zu bewahren. Etwas über eine Minute (72,47 Sekunden) dauert Sandrocks Vorstellung. Zu lange, um auf den ersten Rängen mitzuspielen.

Außerdem erhält das Duo aus Pferd und Reiterin vier Strafpunkte für eine umgeworfene Stange an einem Hindernis. Die Siegerin, Lia Sophie Bolten vom Lintorfer Reit- und Fahrverein 1975, hat auf ihrer Charming Cassillia den Parcours in 54,06 Sekunden als Schnellste fehlerfrei durchritten. Schade für die lokale Reiterin, findet auch Ausrichterin Dörthe Völker, Inhaberin des Sieferhofs, doch auch die Leichlinger und Witzheldener Reitfans hatten bei diesen Reitertagen Erfolge zu verzeichnen – wie etwa den vierten Platz von Jennifer Kreft in der Dressurprüfung der Klasse M*. Auch Fiete Krebs hatten Kenner im Vorfeld sehr gute Erfolgschancen zugeschrieben. „Doch leider wird er jetzt nicht teilnehmen können, weil sein Pferd krank geworden ist“, bedauert Völker.

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Trotz dieser sportlichen Unwägbarkeiten zieht Völker ein sehr positives Fazit nach den diesjährigen Reitertagen. Denn nachdem im vergangenen Jahr Corona-bedingt nur eine „abgespeckte“ Form des Turniers angeboten werden konnte, klappte es dieses Jahr fast ohne Restriktionen, was Veranstalterin und Besucher freute. Bis zu 3000 Gäste empfängt der Sieferhof für gewöhnlich an so einem Turnierwochenende.

Pünktlich zu den Reitertagen war vor wenigen Wochen auch der neue Reitplatz mit integriertem Ebbe- und Flut-System fertig geworden. Der Platz ist in der Lage, bei starken Regen das Wasser aufzunehmen und bei Trockenheit wieder abzugeben, sodass er nie zu nass oder zu trocken ist und so optimale Bedingungen bietet. „Damit hoffen wir in Zukunft auch noch höhere Klassen bei unserem Turnier anbieten zu können und somit attraktiver für mehr Reiter zu werden“, sagt Völker.