1. NRW
  2. Städte
  3. Leichlingen

Witzhelden auf der Zielgeraden zum schnellen Internet

Verteilerkasten im Höhendorf installiert : Witzhelden auf der Zielgeraden zum schnellen Internet

Gestern wurde der Verteilerkasten aufgestellt, in dem künftig die Glasfaserkabel aus den Anschlüssen Witzheldener Haushalte zusammenlaufen. Ab Juli geht´s mit dem schnellen Internet los.

Es ist ein grauer Kasten, wie man ihn an vielen Straßenrändern sieht. Doch das Exemplar zwischen Friedhof und Grundschule in Witzhelden hat Symbolkraft: Mit der Aufstellung dieses Verteilerschrankes hat der Glasfaserausbau in Witzhelden einen Meilenstein erreicht. Der Kasten ist der Netzknoten für Witzhelden und künftig auch für Orth, Herscheid, Wolfstall und Krähwinkel. In ihm laufen sämtliche Glasfaserkabel aus den Haushalten zusammen, die im Höhendorf künftig ans schnelle Internet angeschlossen sind. Von hier aus wird Witzhelden mit Zwischenstation in der Landrat-Trimborn-Straße an das Ferntrassennetz angeschlossen, der zentrale Internet-Knotenpunkt liegt in Düsseldorf.

Ab 1. Juli bekommen die Witzheldener mit Glasfaser bis ins Haus schnelles Internet. Bis zum 15. Juni haben bislang Unentschlossene die Möglichkeit, die Vertragskonditionen aus der Vorvermarktung zu nutzen. „Danach asphaltieren wir wieder zu, der Bautrupp zieht weiter“, kündigten Projektleiter Klaus Leckelt (Investor Primevest) und Geschäftsführer Dennis Kornehl von Internetanbieter Novanetz an. Wer dann Glasfaserkabel haben will, muss mit höherem Kosten rechnen. Die Kunden, deren Alt-Verträge zum 1. Juli enden, können mit einem nahtlosen Übergang ins schnelle Internet rechnen. „Das sind etwa 20 Prozent der rund 400 Haushalte in Witzhelden, die sich für Glasfaser entschieden haben“, sagte Kornehl.

Am Dienstag endete die Vorvermarktung in Wolfstall, Orth und Herscheid, in Krähwinkel beginnt sie. Für diese Ortsteile sind Leckelt und Kornehl optimistisch, ihre Ziele bei den Vertragsabschlüssen zu erreichen und in den Ausbau einzusteigen. Bürgermeister Frank Steffes und der Leichlinger Breitbandbeauftragte Reiner Pliefke zeigten sich zufrieden: „Wir sind mit dem flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets im Kreis führend“, betonte Pliefke. Dass man nicht nur auf Fördergelder gesetzt, sondern selbst investiert habe, zahle sich aus. Primevest hat der Stadt das lokale Netz abgekauft, so dass sie ihre Investition wieder reingeholt hat. Fördergelder bekommt Leichlingen trotzdem. Sie werden in den Ausbau der „weißen Flecken“ investiert, die bisher schlechtes Internet haben, etwa in Diepental, Grünscheid, Wersbach und Höhscheid.