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Weitere Corona-Fälle in Odenthal und Leichlingen

Rhein-Berg : Weitere Corona-Fälle in Odenthal und Leichlingen bekannt

Die Zahl der Erkrankten am Corona-Virus im Rheinisch-Bergischen Kreis steigt. Der erste bestätigte Corona-Fall aus Odenthal ist am Dienstagnachmittag bekannt geworden. Damit sind es insgesamt zwölf bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet, teilte die Kreisverwaltung am Mittwoch mit.

Die 50-Jährige aus Odenthal habe seit dem 8. März Symptome. Die Frau war von einem Auslandsaufenthalt in einem Risikogebiet zurückgekehrt. Ein Abstrich wurde am 10. März veranlasst. Das Abstrichergebnis fiel positiv aus. „Die Erkrankte hält sich zu Hause auf und steht unter häuslicher Quarantäne“, teilte der Kreis mit, der neun Kontaktpersonen ermittelt hat. Auch diese stehen unter häuslicher Quarantäne. „Nach derzeitigem Kenntnisstand sind weitere Kontaktpersonen im hiesigen Umfeld nicht bekannt geworden.“

Unterdessen meldete das Solinger Lungenkrankenhaus Bethanien am Mittwoch, dass es jetzt zusätzlich zu fünf Solingern auch einen Leichlinger stationär aufgenommen habe, der am Corona-Virus erkrankt sei. Der Mann soll ebenfalls am Wochenende aus dem Urlaub aus einem Risikogebiet zurückgekommen und auf der Rückfahrt erkrankt sein. Alle sechs in Solingen behandelten Patienten seien im Alter zwischen 50 und 70 Jahren und hätten Vorerkrankungen.

In Leichlingen ist die Zahl damit vermutlich auf drei Covid-19-Erkrankte gestiegen. Bislang waren zwei Fälle öffentlich geworden: Ein 62-jähriger Mann war am Sonntag positiv getestet worden, nachdem er nach Kontakt zu einem Berliner Infizierten Erkältungssymptome gezeigt hatte. Er steht unter häuslicher Quarantäne. Ein  58-jähriger Leichlinger musste in der Nacht zu Montag auf die Isolierstation im Klinikum gebracht werden, nachdem sich sein Zustand lebensbedrohlich verschlechtert hatte. Er hatte sich zuvor in Südtirol aufgehalten.

Seit vergangenen Freitag organisiert eine sogenannte „zentrale Abstrichstelle“ im Rheinisch-Bergischen Kreis die Tests auf das Corona-Virus. Ohne ärztliche Anweisung erhält dort jedoch niemand einen Termin.

Grundsätzlich werden Patienten aufgefordert, bei Verdacht auf das neue Virus nicht in Praxen zu gehen, sondern dort anzurufen. Mit Hilfe einer Checkliste werden die Symptome von Mitarbeitern abgefragt und danach über das weitere Vorgehen entschieden. Nur bei einem Verdachtsfall wird der Erkrankte zu einem Test gebeten. Das neue „Abstrichstelle“, deren Adresse bewusst nicht öffentlich gemacht wird, soll die Hausärzte entlasten und schnellere Laborergebnisse liefern. 

Das Leverkusener Klinikum verfügt über zwölf Isolierbetten. Im Solinger Lungenkrankenhaus Bethanien stehen 20 Isolierplätze zur Verfügung. Es können bis zu 32 Patienten aufgenommen werden. Zudem gibt es Kapazitäten auf der Intensivstation.

(LH/or/sug/uwv)