Leichlingen "Volles Haus" zum Obstmarkt-Start

Leichlingen · Bis Montag noch präsentiert die große Leistungsschau in der Balker Aue Appetitliches und Gesundes aus der Region. Zum Auftakt am Freitag kamen bereits jede Menge Besucher. In den kommenden Tagen erwarten die Organisatoren aber noch deutlich größeren Andrang.

Obstmarkt 2011 in Leichlingen
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Obstmarkt 2011 in Leichlingen

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Kennen Sie den "glänzenden Lackporling"? Vielleicht aber den Rosenseitling oder den Igelstachelbart, auch Pom Pom blanc oder Affenkopfpilz genannt? Wem noch alle drei unbekannt sind, der sollte die Gelegenheit nicht verpassen, den Stand des Leichlinger Pilzzüchters Peter Marseille auf dem Obstmarkt in der Balker Aue zu besuchen.

Er präsentiert dort seit gestern und noch bis zum kommenden Montag einige ganz besondere Exemplare aus seiner Zucht. So auch den Kastanienseitling aus Amerika, den es erst seit gut vier Monaten in Europa zu kaufen gibt oder den Lackporling, der schon in kleinen Mengen erst für 120 Euro den Besitzer wechselt.

"Ich sehe nur strahlende Gesichter"

Vier Tage dauert der Leichlinger Obstmarkt in diesem Jahr. Gestern Vormittag wurde er feierlich eröffnet, und das Organisationsteam um Karne Matthiesen, Jürgen Krey, Heidrun Glage und Oliver Heidelberg dürfte mit dem ersten Tag schon recht zufrieden sein: Bereits zu den Eröffnungsklängen des Alphornensembles Bergische Schweizer und zu den Liedern der Männergesangvereine Leichlingen Bennert und Germania Opladen war der Markt gut besucht, das Frühstücksbüffet im wieder eingerichteten Café in der Reithalle bis auf den letzten Platz gefüllt.

Auf dem Gelände in der Balker Aue nutzten zahlreiche Schulklassen und Kindergärten rechtzeitig die Gelegenheit, die Attraktionen für die Jüngsten — vom Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr über eine Fahrt mit dem Karussell bis hin zu zwei alten Traktoren — direkt zum Start des Obstmarktes zu testen.

In den nächsten Tagen erwarten die Organisatoren einen noch weitaus größeren Andrang der großen und kleinen Besucher, verspricht der Wetterbericht doch für das ganze Wochenende einen herrlich sonnigen Herbstanfang. "Ich sehe nur strahlende Gesichter", sagte denn auch Bürgermeister Ernst Müller in seiner Eröffnungsrede.

Ingrid Wallfahrt vom NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerium fühlte sich auf dem Obstmarkt in der Entscheidung bestärkt, dass ihr Ministerium die Regionalvermarkter gezielt unterstützt: "Die lokalen und regionalen Anbieter tragen nicht nur wesentlich zum Klimaschutz bei, sondern sichern auch Arbeitsplätze in der Region", betonte sie.

Und dass die hiesigen Kinder nicht erst zum Obstessen überredet werden müssten, habe sie bereits beim Anblick der vielen Jungs und Mädchen auf dem Gelände festgestellt. Gerade im Außenbereich des Obstmarktes ließ sich die frische Ware aber auch hervorragend präsentieren und den Besuchern das Wasser im Munde zusammenlaufen: Berlepsch, Elstar, Gala und Rubinette — alles heimisch angebaute Apfelsorten — lagen dort appetitlich neben Zwetschgen und Birnen.

Eine historische Senfmühle vis à vis lockte mit gängigen wie auch mit eher ungewöhnlichen Senfkreationen zum Beispiel mit feiner Chili-, Limonen- oder Riesling-Note. Und mittendrin der neue Stand für frisch gepresste Obstsäfte. Bei den sommerlichen Temperaturen sollen die Besucher schließlich viel trinken — und hier ist es noch dazu gesund.

(inbo)