Vier Bands spielen bei Festival in Witzhelden

Festival in Witzhelden : Harte Gitarrenriffs, ordentlich Wumms

Vier Nachwuchsbands aus der Region traten am Wochenende in Witzhelden auf und rockten den Baron.

Jason Benson hat nicht lange überlegt, als er die Anfrage erhielt, ob er mit seiner Band „Coda Control“ beim Festival der evangelischen Jugend mitspielen wollte. „Wir haben gleich zugesagt“, erzählt der 24-Jährige, ohne wirklich zu wissen, wo das Höhendorf, Veranstaltungsort des Festivals, überhaupt liegt. „Wir sind gefühlt drei Stunden durch den Wald gefahren, jetzt wissen wir auch wo Witzhelden liegt.“ Von Leichlingen hätten die Musiker aus Wülfrath schon gehört. Witzhelden sei Neuland und auch deswegen wusste sie nicht, was sie an diesem Abend erwarten würde. „Wir freuen uns, über jeden Auftritt, den wir spielen können.“

Seine Band gründete sich 2014 in Wülfrath, die fünf Mitglieder wohnen in der Region verteilt und treffen sich mindestens einmal in der Woche zur gemeinsamen Probe. „Wir spielen Rockmusik, angehaucht an die 80er Jahre“, erzählt Benson. Ihre Songs schreiben sie selbst, meistens auf Englisch und behandeln Alltagsthemen eines Heranwachsenden. Auf den Auftritt freuten sich die Wülfrather schon sehr. Sogar einige Fans aus der Heimat waren mit angereist.

Neben Coda Control war auch die Band Paranotic aus Velbert erstmals auf dem Festival vertreten. „Black Balloons“ und „Ancorae“ dagegen sind schon alte Hasen im Musikgeschäft und waren schon häufiger beim K.o.F vertreten. „Die Bands werden von unseren Ehrenamtlern ausgesucht und angefragt“, erzählte Jugendleiterin Katharina Steidl. Auch für sie war das Festival eine Premiere.

Sinn und Zweck der Veranstaltung, die im Übrigen mit Mitteln der städtischen Kulturförderung finanziert wird, ist es den jungen Bands eine Bühne zu bieten. „Wir gehen hier im besten Fall mit plus, minus null raus“, sagte Steidl. Die Bands erhielten keine Gage und müssten zum Teil selbst dafür sorgen, dass genügend Zuschauer zum Festival kommen. 20 Karten erhielt jede Band, die restlichen Tickets wurden vor Ort verkauft, etwa an Besucherin Marina Steffens und ihre Familie. „Ich mag die Musik sehr und finde es toll, dass so ein Festival hier organisiert wird“, äußerte die Witzheldenerin. „Das wollten wir unterstützen, sind gerne gekommen und freuen uns auf einen super Abend.“

Paranotic eröffnete das Festival und machte deutlich, auf welchem musikalischen Pegel sich der Abend bewegen würde. Harte Gitarrenriffs, raue Stimme, ordentlich Wumms. „Überlegt haben wir auch schon im nächsten Jahr eventuell HipHop-Künstler anzufragen, aber so weit sind wir noch nicht“, berichtete Mitorganisator Thomas Krapp. „Fest steht bislang nur, dass wir im nächsten Jahr am 14. November das Festival erneut im Baron stattfinden lassen.“