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Viele Mitarbeiter von Bayer engagieren sich ehrenamtlich. Hanna Peters unterstützt die Kita Arche Noah in Leichlingen.

Serie Die Unbezahlbaren : Neues Schlafpodest für kleine Pinguine

Viele Mitarbeiter von Bayer engagieren sich ehrenamtlich. Auch Hanna Peters. Sie unterstützt die Kita Arche Noah.

Schöner als die Kita Arche Noah kann eine Kindertagesstätte eigentlich kaum liegen. Am Hang mit Blick über die Stadt sind die Gruppenräume verteilt, verbunden über einen Holzdurchgang. Drumherum sind Spielplätze, und auch Platz für ein paar Gemüsepflanzen gibt es. Doch diese Idylle wurde der Kita am 10. Juni 2018 zum Verhängnis. Beim Starkregen wälzte sich eine Schlammlawine den Hang hinunter und richtete enormen Schaden an.

„Es stand alles unter Wasser, in den Räum bis zu 30 Zentimeter hoch, im Keller bis zu 1,20 Meter“, erinnert sich Kita-Leiter Fabian Fleschenberg. Türen waren durch die Wucht des Wasser verbeult, Böden und Einrichtung zerstört. Die gute Nachricht: Schon am Morgen danach standen viele Eltern und andere Helfer vor der Tür und begannen mit den Aufräumarbeiten.

Eine von ihnen: Hanna Peters. Ihre beiden Töchter besuchen oder besuchten die Arche Noah. Als ihr das Ausmaß der Schäden bewusst wurde, überlegte sie, wie sie am besten helfen könnte. Und da kam ihr Arbeitgeber ins Spiel. Hanna Peters arbeitet seit 2005 bei Bayer in der Abteilung Forschung und Entwicklung im Bereich Klinische Studien. Bayer wiederum hat ein Förderprogramm, mit dem soziale Projekte unterstützt werden. „Im Gespräch mit der Kita-Leitung und anderen Eltern haben wir überlegt, was gebraucht wird“, sagt Hanna Peters.

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Da war zum einen die praktische Hilfe. Mit zwölf Kollegen wurde an einem Samstag aufgeräumt, im Keller Regale aufgebaut und im Außenbereich ein Klettergerüst angestrichen. Eine Aktion, die nicht nur der Kita geholfen, sondern auch viele Menschen miteinander in Kontakt gebracht hat.

Doch damit war noch längst nicht Schluss, zu groß waren die Schäden, die das Unwetter hinterlassen hatte. Die Einrichtung hatte stark gelitten, vieles konnte nur noch entsorgt werden. Zum Beispiel das Schlafpodest, auf dem die Kinder spielen können, das aber auch in einen Ruheraum verwandelt werden kann. Jedes Kind hat seine eigene Schublade, in der seine Sachen verwahrt werden. In der Mittagspause wird das Podest dann zum Bett umfunktioniert. „Das Podest ist eine Maßanfertigung“, sagt Hanna Peters. Entsprechend hoch waren die Kosten für den Ersatz. Also füllte sie einen Förderantrag aus und reichte ihn bei Bayer an – mit Erfolg. 4194 Euro stellte eine Jury des Konzerns zur Verfügung und machte so die Kinder der Pinguingruppe glücklich.

Die meisten Schäden sind damit behoben, zumindest im Innenbereich. Der Außenbereich der Kita ist nochmal eine andere Sache. „Da sind wir aber in Kontakt mit dem Kinderdorf St. Heribert, dem das Grundstück gehört“, sagt Fabian Fleschenberg. Denn für das Gelände ist ein Gesamtkonzept für bauliche Maßnahmen notwendig, um künftig Unwetterschäden zu vermeiden. Erst dann könne der Außenbereich neu gestaltet werden, beispielsweise mit einem Beet für Obst und Gemüse, damit die Kinder über gesundes Essen lernen.Die gute Nachricht: Auch solche Projekte fördert Bayer. Deshalb wird sich Hanna Peters bald wieder hinsetzen und fleißig Förderanträge schreiben.