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Vermummte attackieren das Haus von Innenminister Herbert Reul

Großeinsatz in Leichlingen : Vermummte attackieren das Haus von Innenminister Herbert Reul

Am Sonntagnachmittag hat eine Gruppe Vermummter das Privathaus von NRW-Innenminister Herbert Reul in Leichlingen attackiert. Die Polizei reagierte mit einem Großeinsatz und sicherte das Haus ab.

Gegen 16 Uhr kam es nach Augenzeugenberichten  zu der Attacke einer Grupe von 20 bis 30 Vermummten auf das Privathaus des Ministers. Es sollen Wurfgeschosse auf das Haus geflogen und auch Pyrotechnik gezündet worden sein. Zuvor sollen die Vermummten bereits durch Leichlingen gezogen sein und Parolen skandiert haben. Nachdem Nachbarn die Polizei alarmiert hatten, flüchteten die Unbekannten.

Über die Hintergründe des Angriffs herrscht noch Unklarheit. Nach Angaben einer Polizeisprecherin war der Minister an dem Nachmittag nicht zu Hause. Die Polizei zog ein Großaufgebot mehrerer Hundertschaften aus Leverkusen, Langenfeld und Solingen am Haus zusammen. Auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt. Wie die Polizeisprecherin am Abend mitteilte, wurde  eine Person in Gewahrsam genommen, dann aber wieder freigelassen. Ersten Ermittlungen zufolge könnte das neue Versammlungsgesetz ein Anlass des Protestes gewesen sein.

Verletzt wurde offenbar niemand. Der ersten Anschein nach soll es auch keine größeren Schäden am Haus des Ministers gegeben haben.

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Das Privathaus des Innenministers war in der Vergangenheit immer wieder mal zum Schauplatz öffentlicher Demonstrationen geworden. Anfang August 2020 demonstrierten  etwa 100 meist junge Menschen aus dem politisch linken Spektrum bei einem „Forum gegen Polizeigewalt & Repression“ gegen die Politik des NRW-Innenministers. Die Polizei hatte an dem Tag eine Hundertsschaft an dem Leichlinger Privathaus Reuls zusammengezogen, um es gegen mögliche Übergriffe zu schützen. Der Protest war damals friedlich verlaufen.

(bu)