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Leichlingen: Verkehrsschild sorgt für Unmut

Leichlingen : Verkehrsschild sorgt für Unmut

Ein Schild auf dem Rad-Gehweg an der Neukirchener Straße erschwert Fußgängern und Radfahrern die gemeinsame Nutzung des Weges. Das Schild soll bei der nächsten Verkehrsbesprechung in Augenschein genommen werden.

Treffen Fußgänger und Fahrradfahrer auf der Neukirchener Straße stadteinwärts ausgerechnet in Höhe des Café Kränzchen zusammen, müssen sie sich blitzschnell entscheiden: Entweder weichen sie auf die viel befahrene Straße aus, was an dieser Stelle nicht ungefährlich ist. Oder sie drängeln sich — mit nahezu unvermeidbarem Körperkontakt — aneinander vorbei. Mitten auf dem Rad-Gehweg, kurz vor der zweiten Einfahrt nach Büscherhöfen, steht nämlich ein Straßenschild. Und zwar so, dass es die gemeinsame Nutzung durch die Verkehrsteilnehmer erheblich erschwert.

Mitten auf dem Weg

Links vom Warnschild "Fahrradfahrer kreuzt" sind es knappe 50 Zentimeter bis zur Fahrbahn, rechts davon geschätzt etwas mehr als ein Meter bis zum angrenzenden Grundstück. Ludger Goedejohann fährt diesen Weg regelmäßig, wenn er von der Arbeit in Leverkusen mit dem Fahrrad nach Hause will. "Das ist wirklich gefährlich, zumal der Fahrradweg vom Germania-Kreisel aus in Richtung Innenstadt ohnehin immer schmaler wird und kurz hinter dem Schild ganz aufhört", sagt der Lehrer.

Warum das Verkehrszeichen, das die Autofahrer vor den Fahrradfahrern und deren in Kürze endender Fahrspur warnen soll, aber mitten auf dem Weg stehen muss, kann sich Goedejohann nicht erklären.

Darauf allerdings hat Jürgen Krey, Leiter der zuständigen Unteren Straßenverkehrsbehörde in Leichlingen, eine Antwort: "Das Schild muss mit seiner Außenkante gemäß "Lichtraumprofil" 50 Zentimeter von der Bordsteinkante entfernt aufgestellt werden." Gemessen wird nicht von der störenden Stange aus, sondern vom Schild- rand in luftiger Höhe.

Dankbar für Hinweise

Abgestimmt ist der Standort mit der Polizei und dem Landesbetrieb Straßen.NRW als zuständigem Baulastträger. Jürgen Krey räumt allerdings ein: "Solche Schilder können auf Rad-Gehwegen schon mal stören." Deshalb sei man dankbar für entsprechende Hinweise der Bürger. Das Schild werde in der nächsten Verkehrsbesprechung mit Polizei und Landesbetrieb in Augenschein genommen und geschaut, ob es dafür keinen anderen Standort gebe.

"Vielleicht können wir mit einem Ausleger arbeiten und das Ganze dafür an den Rand setzen." Um den nahe gelegenen Germania-Kreisverkehr ging es indes bereits bei der letzten Verkehrsbesprechung.

(inbo)