Unternehmer Leßmann will sich als Privatmann im Diepental engagieren

Privatmann will sich einsetzen : Rettung fürs Diepental

Der Leichlinger Winfried Leßmann will sich bei der Entwicklung des Gebiets engagieren. Zusammen mit Stadt und Eigentümern.  

Was wird aus dem ehemals über die Leichlinger und Leverkusener Stadtgrenzen hinaus beliebten Ausflugsziel an der Diepentalsperre? Gerüchte gibt es in Leichlingen seit geraumer Zeit immer wieder, ein Name taucht dabei häufiger auf: Winfried Leßmann, Leichlinger, Arzt, Unternehmer.

Zuletzt hieß es in der Blütenstadt, Leßmann plane auf dem Areal ein Reha-Zentrum. „Überlegungen zu einer Reha-Einrichtung gibt es meinerseits nicht“, sagte er gestern auf Anfrage unserer Redaktion. Dass er sich dennoch Gedanken über die künftige Entwicklung an der Diepentalsperre mache, bestätigte Winfried Leßmann indes – aber nicht als Geschäftsmann oder Immobilieninvestor, sondern als Privatperson. Denn diese finde es schade, was aus dem bei Ausflüglern auch aus der ferneren Umgebung beliebten Naherholungsgebiet in den vergangenen Monaten und Jahren geworden sei.

Zum Hintergrund: Die Diepentalsperre wird der Wupperverband in den kommenden Jahren renaturieren, die Zeiten als Zwei-Seen-Landschaft mit Tretbootausflügen sind damit vorbei. Eine Erbengemeinschaft möchte das Gesamtgelände mit der Gaststätte „Haus Diepental“ verkaufen (wir berichteten), der benachbarte Minigolfplatz ist in anderem Eigentum.

Bereits seit Anfang der 2000er Jahre gibt es einen Bebauungsplan, der dort die Möglichkeit eines Hoteldorfs vorsieht. Darin ist das Restaurantgelände allerdings nicht enthalten. „Es ist aktuell nicht klar, was man dort überhaupt machen darf“, sagte Leichlinger Leßmann. Ungeklärt seien unter anderem die Zuständigkeiten für die verschiedenen Zufahrtsstraßen, aber auch Vorschriften zu Parkplätzen oder aktuelle Brandschutzvorschriften. Muss Haus Diepental erhalten bleiben oder darf es bis auf die Grundmauern abgerissen und darauf neu gebaut werden?

Klar ist: Der Zustand des Gebäudes ist bereits jetzt ziemlich schlecht. „Meine Grundidee wäre, die Grundstücke zusammenzuführen. Bevor ich das angehe, muss die Stadt aber erst einmal feststellen, was möglich ist. Ich will mich nicht engagieren, wenn nicht alles geklärt ist, und auf keinen Fall möchte ich eine Diskussion wie um den Stadtpark in der Innenstadt“, betonte Winfried Leßmann, dem ein breiter Konsens bei diesem Projekt am Herzen liegt.

Wichtig ist ihm aber vor allem, dass er sein Engagement rein ideell und nicht primär kommerziell verstanden wissen möchte. „Ich finde es schade, wie sich das ehemalige Ausflugsziel entwickelt und kann mir vorstellen, mich allein oder mit Partnern einzubringen. Denkbar ist auch eine Stiftung“, beschrieb er die verschiedenen Möglichkeiten. Tagungen, Hochzeiten, Biergarten im Sommer und Eislauffläche im Winter kann er sich vorstellen, Ideen habe er mehr als genug.

Nun will Leßmann das Thema gemeinsam mit der Leichlinger Stadtverwaltung und den Eigentümern aufarbeiten und einen Überblick gewinnen. „Wir sind dran, aber es braucht Zeit“, sagte Winfried Leßmann.

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