Leichlingen: Ungewöhnlicher Baustart am alten Aldi-Areal

Leichlingen : Ungewöhnlicher Baustart am alten Aldi-Areal

Für den Laien entwickelt sich derzeit das Baugelände an der Brückenstraße zu einer interessanten Stelle: Auf dem ehemaligen Aldi-Areal entstehen freistehende Gerüstanlagen. Wir erklären den Sinn der Maßnahme.

Die Bauweise mutet zunächst etwas seltsam an, dennoch hat offenbar alles seine Richtigkeit: Auf dem Gelände der ehemaligen Aldi-Filiale im sogenannten Wohnpark Brückenstraße Süd werden derzeit größere Gerüstanlagen um mehrere große "Nichts" aufgebaut. So frei in der Landschaft stehend, werfen diese Interimsbauten beim vorbeieilenden Betrachter doch Fragen auf.

"Das wirkt zunächst ungewöhnlich, doch wir haben diese Bauweise entwickelt, weil sie schnell und kostengünstig ist", sagt Achim Behn von der Deutschen Reihenhaus AG. Das Unternehmen baut dort aktuell 37 Reiheneigenheime in fünf Gebäudezeilen samt Gemeinschaftsparkplätzen, Garagen und Technikzentrale mit Blockheizkraftwerk - eine ganz neue Siedlung in Eigentümergemeinschaft. In den kommenden Tagen werden die Fertigbetonteile für die ersten Häuser angeliefert. "Wir stellen tatsächlich zuerst das Gerüst auf. Ein Kran hebt die Teile dann rein", erklärt Behn das Vorgehen.

Wenn die Witterung es zulässt, können in den nächsten Wochen für zwei Häuser pro Tag die Wände und Decken aufgestellt werden. In der vierten und fünften Kalenderwoche sollen die Dächer als Fertigelemente folgen. "Die Ziegel sind bei der Anlieferung noch nicht drauf, aber der Dachstuhl ist vorgefertigt", sagt der Unternehmenssprecher.

Dachdecker werden danach ganz traditionell die Fertigstellung übernehmen.

Ende März oder wahrscheinlicher Anfang April sollen die Häuser im Rohbau stehen. Dann hat das Bauunternehmen bereits 20 Prozent ihrer Bauleistungen auf dem fast 9800 Quadratmeter großen Grundstück erbracht. Die Vermarktung auf dem Areal des ehemaligen Aldi-Discounters und der zwischenzeitlichen Flüchtlingsunterkunft läuft offenbar gut: Von den 37 Häusern - entweder vom Typ "Wohntraum" mit rund 116 Quadratmetern oder vom Typ "Familienglück" mit 141 Quadratmetern, beide ohne Keller - sind aktuell nur noch acht Häuser zu haben.

Damit die benachbarten Straßen nicht von den neuen Anwohnern zugeparkt werden (müssen), plant das Unternehmen aus Köln zudem 21 Garagen und 53 Stellplätze für die Autos. "Wenn alles optimal läuft, könnten die Häuser schon Ende dieses Jahres bezugsfertig sein", wagt Achim Behn eine Prognose über den Baufortschritt, den sich sein Unternehmen bestenfalls vorstellen könnte.

(inbo)
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