Leichlingen: Turbulentes Neujahr für die Feuerwehr

Leichlingen: Turbulentes Neujahr für die Feuerwehr

An den Jahreswechsel 2013 auf 2014 wird sich die Freiwillige Feuerwehr Leichlingen noch lange erinnern: Sie hatte nämlich in ihrer Geschichte die bislang meisten Einsätze in einer Silvesternacht.

Acht Einsätze, bei denen nacheinander und teilweise sogar gemeinsam alle vier Löschzüge ausrücken mussten. Das war bisher noch nicht vorgekommen, denn vor allem in den beiden Vorjahren war es zu Silvester in der Blütenstadt besonders ruhig geblieben: Beim Jahreswechsel auf 2013 hatte die Feuerwehr nur ein einziges Mal ausrücken müssen und im Jahr davor waren in der gesamten Nacht nur zwei Erste-Hilfe-Einsätze notwendig geworden.

Am Stockberg kam die Feuerwehr mit der Drehleiter anrücken, um die Böschung zu löschen. An der Landwehrstraße brannte eine Hecke (r.). Foto: Michael Kiesewalter

Verletzt wurde glücklicherweise niemand bei den Feuern in der Silvesternacht. Feuerwehrsprecher Thomas Schmitz wunderte sich aber über das große Einsatzaufkommen in der Silvesternacht, obwohl die Bevölkerung doch hinlänglich gewarnt worden sei, sorgsam mit den Feuerwerkskörpern umzugehen. Dennoch sei augenscheinlich bei keinem der Silvesterbrände Brandstiftung zu vermuten, alle seien höchstwahrscheinlich durch Böller verursacht worden.

Los ging es um 0.14 Uhr mit der Einsatzfolge, als ein brennender Baum aus dem Büschehof gemeldet wurde. Der Löschzug eins rückte aus und löschte den Baum mit einem Schnellangriff. Bereits um 0.17 Uhr brannte ein weiterer Baum, diesmal in Büscherhöfen. Der Löschzug zwei rückte aus. Schlag auf Schlag ging es dann weiter. Um 0.19 Uhr brannte am Bahnhof eine Hecke. Das war das Startsignal für den Löschzug drei. Auch hier war der Brand mit einem Schnellangriff unter Kontrolle zu bringen.

Um 0.20 Uhr ging es schon wieder weiter zu einer brennenden Gartenlaube in Stockberg/Hüttchen. Dort waren die Löschzüge eins und drei, aber auch die Polizei (zur Brandermittlung) im Einsatz, die nach dem Löschen des Gartenhauses und des Brandes, der auch auf eine Hecke übersprungen war, den Brandort nach möglichen Spuren absuchen konnte.

  • Fotos : Feuerwerk angezündet - Männer angefahren

Kaum zurück auf dem Weg zur Wache kam der neue Marschbefehl für die Löschzüge eins und vier um 0.25 Uhr vom Stockberg. Dort stand ein etwa 50 Quadratmeter großes Stück von einem Hang lichterloh in Brand. Deshalb musste die Feuerwehr mit der Drehleiter kommen, um mit einem Wenderohr von oben an die Böschung zu gelangen und das Feuer zu löschen.

Nur eine ganz kleine Verschnaufpause gab es danach bis 0.46 Uhr für die Feuerwehr. Der Löschzug fuhr zwar noch zum Heiderweg. Die dort gemeldeten brennenden Müllsäcke hatten Anwohner aber schon selbst löschen können. Um 0.58 Uhr gab ein Passant erneut Alarm vom Stockberg. Dort hatte die Feuerwehr aber bereits den Hang gelöscht. Den letzte Einsatz hatte der Löschzug eins in der Silvesternacht ab 1.27 Uhr bei einem brennenden Restmüllcontainer an der Opladener Straße.

Um 2 Uhr seien die Einsatzkräfte wieder in ihren Feuerwachen gewesen, berichtete Thomas Schmitz. Insgesamt 55 Freiwillige Feuerwehrleute bewältigten damit den turbulenten Anfang des Jahres 2014 in der Blütenstadt.

Vor der Silvesterknallerei hatte Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden extra noch gewarnt, verantwortungsbewusst und nicht unter Alkoholeinfluss mit Feuerwerkskörpern umzugehen. Weiden hatte außerdem angemahnt, nur Feuerwerksartikel mit BAM-Kennzeichnung zu verwenden und von Material, auf dessen Verpackung keine Prüfnummer vom Bundesamt für Materialprüfung aufgedruckt ist, die Hände zu lassen. Nicht alle haben sich offensichtlich warnen lassen.

(RP)
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