Leichlingen: Tierhilfe-Notunterkunft öffnet im März

Leichlingen: Tierhilfe-Notunterkunft öffnet im März

Zwar ist das neue Domizil der Tierhilfe bald fertig, allerdings suchen die Ehrenamtler unablässig nach Unterstützung.

Die Tierhilfe Leichlingen sucht einen Stellplatz für ihre Futterspendenbox. Seit der Kaiser's-Supermarkt Am Hammer Ende November geschlossen hat, können Tierfreunde dort kein Futter mehr abgeben. "Wir sind dringend auf der Suche nach Ersatz, aber bislang ist kein Supermarkt in Leichlingen bereit, die Spendenbox aufzustellen", sagt Vorstandsmitglied Nicole Meiner. Mittlerweile schwärmen die Ehrenamtler schon in Nachbarstädte aus, aber dort sind die begehrten Plätze meist an andere Vereine vergeben. "Es ist schwierig", sagt Meiner, aber aufgeben wolle man noch nicht. Das gespendete Futter wird etwa gebraucht, wenn Fundtiere kurzfristig in Pflegefamilien unterkommen. "Für diese Tiere übernehmen wir die Kosten für Futter und medizinische Versorgung", sagt die Tierfreundin.

Überhaupt ist der kleine Verein ständig beschäftigt, Geld für die Tiere zu sammeln. Gerade hat er zum ersten Mal mit einem Brief einen Spendenaufruf gestartet, bislang aber weitgehend ohne Resonanz. Von einem großen Tiernahrungshändler hat die Tierhilfe immerhin gerade 500 Euro für den Bau der neuen Not-Tierunterkunft Am Stockberg bekommen, ist dort auch noch im Rennen für weitere Unterstützung. "Es ist Klinkenputzen pur", sagt Nicole Meiner. Doch das Engagement lohnt sich.

Im Frühjahr 2017 soll die Notunterkunft für Fundtiere endlich bezugsfertig sein, bezahlt aus den Vereinsrücklagen der letzten acht Jahre. Zuletzt gab es bei diesem Projekt eine Verzögerung, weil der Containerlieferant unerwartet vom Vertrag zurückgetreten war und ein neuer nicht leicht zu finden war. Aber nun steht fest, dass Anfang März die Container geliefert werden sollen. Zuvor müsse die Stadt laut Meiner noch Wasser- und Stromanschlüsse legen.

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Womit die Tierhilfe erfreulicherweise nicht zu kämpfen hat: Tiere, die zu Weihnachten verschenkt werden, ihren neuen Besitzern aber schon im Januar lästig werden. "Die Leichlinger sind vorbildlich im Umgang mit Tieren. Wir haben nach Weihnachten kein verstärktes Fundtieraufkommen", sagt Meiner. Dafür aber durch die Kälte aktuell sehr viele Fundkatzen: Alle Pflegestellen sind belegt, die Tiere suchen nach einem warmen Zufluchtsort und rücken näher an die Menschen ran. Der Verein braucht deshalb dringend neue Pflegestellen.

2017 wird deshalb das Thema "Kastration" wieder ganz oben auf der Agenda stehen. "Wir fordern in Leichlingen eine Kastrationspflicht für Katzen", betont die Tierhilfe-Vertreterin und verweist auf die Vielzahl verwilderter, oftmals auch kranker Hauskatzen. Man tue den Tieren mit der starken Vermehrung keinen Gefallen. In Leverkusen gibt es die Kastrationspflicht bereits, der Tierhilfe Leichlingen steht die Überzeugungsarbeit noch bevor.

(inbo)
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