Leichlingen: "Tatort" wurde am Sperlingsweg gedreht

Leichlingen : "Tatort" wurde am Sperlingsweg gedreht

Wenn Sie demnächst im Fernsehen einen ARD-Tatort aus Münster sehen und Ihnen – obwohl Sie noch nie in der westfälischen Stadt waren – ein Wohnhaus dabei ziemlich bekannt vorkommt, müssen Sie sich nicht wundern: Das Haus liegt im Sperlingsweg und ist am Donnerstag und Freitag Drehort für den neuen Tatort "Der Hammer". Sieben Minuten werden in dem Film aus der Blütenstadt zu sehen sein. Dafür arbeitet die Kölner Produktionsfirma Colonia Media in Leichlingen mit rund 40 Personen vor und hinter der Kamera an beiden Tagen von morgens bis abends.

Wenn Sie demnächst im Fernsehen einen ARD-Tatort aus Münster sehen und Ihnen — obwohl Sie noch nie in der westfälischen Stadt waren — ein Wohnhaus dabei ziemlich bekannt vorkommt, müssen Sie sich nicht wundern: Das Haus liegt im Sperlingsweg und ist am Donnerstag und Freitag Drehort für den neuen Tatort "Der Hammer". Sieben Minuten werden in dem Film aus der Blütenstadt zu sehen sein. Dafür arbeitet die Kölner Produktionsfirma Colonia Media in Leichlingen mit rund 40 Personen vor und hinter der Kamera an beiden Tagen von morgens bis abends.

"Das Haus hat uns ein so genannter Location Scout vermittelt", berichtet Produktionsleiterin Marion Sand die Wahl des Drehortes. In Leichlingen habe das Gebäude von innen und außen perfekt zu der Geschichte gepasst, die im Krimi erzählt werde. "Deshalb ist das für uns eine leichte Übung. Wir können die vorhandene Einrichtung gut nutzen", sagt Sand, die für die Organisation der beiden Drehtage rund zwei Wochen Vorlauf einrechnen musste.

So wurde nicht nur Lasterweise technische Ausrüstung herangeschafft. Beim Ordnungsamt mussten zudem die Halteverbote im Sperlingsweg, im Eulenweg und in der Fasanenstraße beantragt und alle Nachbarn informiert werden, damit die Aufnahmen reibungslos über die Bühne gehen. Einen exklusiven Blick können die Anwohner dafür auch heute wieder auf die Hauptdarsteller Axel Prahl, Jan Josef Liefers und Christine Urspruch werfen, die im Film Kriminalhauptkommissar Frank Thiel, den Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne und dessen Mitarbeiterin "Alberich" mimen. Prahl war schon gestern vor Ort und musste trotz strömenden Regens Außenszenen mehrfach wiederholen, bis sie im Kasten waren. Bei den Aufnahmen in Leichlingen ist es der Produktionsfirma indes sehr wichtig, dass im Film nicht verraten wird, wo tatsächlich gefilmt wurde.

"Wir nehmen das Lokalkolorit ernst", sagt Marion Sand. "Die Münsteraner sähen es ohnehin lieber, wenn wir den Film komplett vor Ort drehten." Doch bei einem Bruttobudget von rund 1,4 Millionen Euro müsse man auf die Kosten achten. "Wenn eine so große Mannschaft bei mehreren Drehtagen auch noch übernachten muss, sprengt das den Rahmen. Wir arbeiten mit öffentlich-rechtlichen Geldern und deshalb meist im Umkreis von Köln, wo die Produktion ihren Standort hat", erzählt Sand. Damit das westfälische Flair trotzdem nicht zu kurz kommt, werden zum Schluss Aufnahmen markanter Orte in Münster in den Film eingebaut.

(inbo)