Talsperren um Leverkusen wieder voll

Wupperverband : Talsperren nach langer Trockenheit wieder gefüllt 

(bu) Mit vereinten Kräften gehen der Wupperverband und seine Partner Aufgaben an. Durch Kooperationen sollen Kompetenzen und Ressourcen gebündelt werden. Beim Pressegespräch zum Jahresauftakt zeigten sich Verbandsratsvorsitzende Claudia Fischer, Vorstand Georg Wulf und stellvertretender Vorstand Volker optimistisch.

Bereits im November 2018 wurde mit Currenta die gemeinsame Behandlung von kommunalen und industriellen Abwässern im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen bis 2031 besiegelt. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die zum 1. Januar geschlossene Kooperation mit dem Landesbetrieb Straßen NRW. Der Wupperverband übernimmt im Wuppergebiet für Straßen NRW Ingenieur- und Betriebsleistungen für die Niederschlagswasserbeseitigung, wie etwa die Kontrolle und Sanierung von Regenbecken sowie von Einleitstellen in Gewässer.

Noch vor zwei Monaten war die lang andauernde Trockenheit ein Thema. Nach einem sehr nassen Dezember und Januar sind die Füllstände der Wupperverbands-Talsperren inzwischen deutlich gestiegen, in der Wupper-Talsperre von 26 Prozent Ende November auf 63 Prozent, 15,6 Mio. Kubikmeter, Ende Januar.

Die Talsperren hätten 2018 ihre Aufgaben erfüllt, hieß es weiter. Aus den Brauchwassertalsperren konnte in der Trockenphase ausreichend Wasser an die Wupper abgegeben werden. Die drei Trinkwassertalsperren des Verbandes lieferten zuverlässig das Rohwasser an die angeschlossenen Wasserwerke. Historische Niedrigwassermarken in den Talsperren wurden trotz der langen Trockenheit nicht erreicht.

Doch die Frage, wie sich die Situation bei künftigen Trockenphasen und anderen Auswirkungen des Klimawandels entwickelt, beschäftigt den Verband weiterhin. Neben Forschungsprojekten sowie vernetzter Talsperrensteuerung, etwa von Wupper- und Bever-Talsperre, ist für den Wupperverband die Reduzierung der Niedrigwasseraufhöhung ein Ansatzpunkt bei lang anhaltender Trockenheit.

Die Füllung der Trinkwassertalsperre Große Dhünn erfolgt deutlich langsamer als die der anderen Talsperren. Die Hauptsperre ist derzeit zu 67 Prozent gefüllt. Der Verband hat daher die Genehmigung erhalten, in Trockenzeiten für einen Zeitraum von vier Wochen die Wasserabgabe zur Niedrigwasseraufhöhung der Dhünn zu reduzieren.

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