Leichlingen: Streit in der CDU geht weiter

Leichlingen: Streit in der CDU geht weiter

Hoch her ging es am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung der Leichlinger Christdemokraten. Die tief zerstrittene Partei diskutierte knapp zwei Stunden und entschied am Ende, dass es in der achten Kalenderwoche im kommenden Jahr eine Neuwahl des Vorstands geben wird.

Zwei Vorstands-Mitglieder kündigten bereits an, sich nicht mehr wählen lassen zu wollen: Thomas Meier und Martin Pauli. Alle Streitthemen der vergangenen Monate kamen am Mittwoch noch einmal auf den Tisch.

Vorwürfe musste sich Parteichefin Daniela Bein gleich zu Beginn der Veranstaltung im Bürgerhaus Am Hammer gefallen lassen, weil sie versäumt hatte, fristgerecht zur Mitgliederversammlung einzuladen. Schließlich entschieden sich die Mitglieder, die Veranstaltung dennoch durchzuführen und Beschlüsse als Empfehlungen zu formulieren.

Auch in Sachen Innenstadt-Bebauung hagelte es Vorwürfe: "Sie lassen sich von Bürgermeister Ernst Müller an der Nase herumführen", warf Herbert Wieden von der Initiative "Rettet den Stadtpark", CDU-Fraktionsvorsitzendem Dominique Rondé vor. "Wir können keine Infos zu dem Thema geben, weil wir nicht Teil des Planungs-Teams sind, stellte Rondé klar. Er könne lediglich die Sitzungsprotokolle beantragen. Herbert Reul pflichtete Rondé bei. Am Ende einigten sich die CDU-Mitglieder zumindest darauf, die von den Grünen im Stadtrat beantragte Bürgerbefragung zur Stadtparkbebauung zu unterstützen.

  • "Christdemokraten sind Verlierer dieser Verhandlungen"

Wolfgang Bosbach, der auch zur Mitgliederversammlung eingeladen war, ließ sich per Brief entschuldigen. Er sei "bis Ostern restlos ausgebucht", zitierte Daniela Bein den Bundestagsabgeordneten. "Tut sich die Leichlinger CDU wirklich einen Gefallen damit, wenn ich öffentlich über die Schlichtungsversuche berichte?", zitierte Bein Bosbach, der bereits im Mai versucht hatte, wieder Ruhe in die tief zerstrittene CDU-Ratsfraktion zu bekommen.

Stefan Clemen, der Ende Oktober aus der CDU-Fraktion ausgetreten war und ab sofort Gaststatus in der UWG hat, war nicht zur Versammlung gekommen.

(RP)