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Leichlingen: Stolpergefahr im Ordnungsamt

Leichlingen : Stolpergefahr im Ordnungsamt

Fast unbemerkt für seine Besucher ist das Leichlinger Ordnungsamt umgezogen. Leiter Thomas Knabbe und seine acht Kollegen sind "in Eigenregie" in ehemalige Räume des Hotels Am Stadtpark umgesiedelt.

Selbstverständlich hat der Chef selbst mit angepackt. So schnappte sich Thomas Knabbe gestern das Sideboard einer Kollegin und sorgte dafür, dass das Möbelstück unversehrt an seinen neuen Bestimmungsort gelangte. Der liegt im ersten Stock des Leichlinger Rathauses. "Wir befinden uns jetzt unterhalb des Ratssaales", erläutert Knabbe, der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, der jetzt mit seinen acht Mitarbeitern in ehemalige Zimmer des Hotels Am Stadtpark umgezogen ist.

Räumlich habe sich seine Abteilung durchaus verbessert, berichtet Knabbe: "Vorher waren unsere Büros auf der dritten und vierten Etage. Da mussten lange Strecken zurückgelegt werden." Die neuen sieben Räume liegen dicht beieinander, entsprechend verkürzen sich die Wege innerhalb der Abteilung. Auch wenn dort derzeit ein wenig Stolpergefahr herrscht. "Noch müssen ein paar Restarbeiten von den Handwerkern erledigt werden, und wir haben auch noch nicht alle Regale. Daher müssen wir einige Ordner vorerst auf dem Boden lagern", sagt der Leiter.

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Zwar zählt sein Amt zu den publikumsintensiveren Bereichen der Verwaltung, die Besucher hätten von dem Ortswechsel, mit dem am Montag nach der Landtagswahl begonnen wurde, aber kaum etwas mitbekommen. Denn zwei Mitarbeiter kümmerten sich zuletzt vor allem um die Bürger, die im Ordnungsamt vorstellig wurden, während der Rest der Kollegen Kartons und Mobiliar schleppte. "Das war wirklich ein Umzug in Eigenregie", bekräftigt Knabbe, dessen Abteilung die sieben Räume erstmals seit der Schließung des Hotels wieder mit Leben füllt.

An den Umzug schließt sich ein kleines Räumchen-wechsel-dich im Rathaus an: Die ehemaligen Büros von Knabbe und seinen Mitarbeitern sollen bald durch das Stadtarchiv bezogen werden, das derzeit im fünften Stock beheimatet ist. Dort wiederum werden laut Stadtverwaltung die zwei neuen Mitarbeiterinnen des Allgemeinen Sozialen Dienstes zum 1. Juni ihre Arbeitsplätze einrichten.

Für Besucher ist zu beachten, dass das Ordnungsamt nun nicht mehr über den Rathaus-Eingang zu erreichen ist, sondern über den benachbarten Eingang, der unter anderem auch zum Ratssaal führt. Einmal in den Büros angekommen, wird der ein oder andere womöglich bemerken, wie sinnvoll manches Details des einstigen Hotels in die heutige Nutzung einbezogen wurden: "Die ehemaligen Duschzellen nutzen wir jetzt als begehbare Aktenschränke", erzählt Knabbe: "Das ist sehr praktisch."

(zill)