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Leichlingen: Stoffstube: Ursula Maag wagt den Neustart

Leichlingen : Stoffstube: Ursula Maag wagt den Neustart

Eigentlich hatte sie ihren Beruf ursprünglich nach eigenem Bekunden völlig verfehlt. Doch 1985 entschied sich Ursula Maag, gelernte Fleischereifachverkäuferin, ihre große Näh-Leidenschaft auch zum Broterwerb zu nutzen.

Die gebürtige Rösratherin gründete in der Brückenstraße Ursel´s Stoffstube. Das ist mittlerweile 30 Jahre her, doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

"Es macht mir jeden Tag Spaß zu arbeiten", sagt die Geschäftsfrau. Deshalb wagt sie nach drei Jahrzehnten einen Neustart: Zwei Wochen lang begeht sie derzeit mit ihren Kunden das Jubiläum. Am 30. Mai aber wird sie das Geschäft in der Brückenstraße 16 schließen und eine Tür weiter in die Hausnummer 16a umziehen. "Am 8. Juni ist Wiedereröffnung", erzählt Ursula Maag.

Damit vergrößert sie die Fläche, auf der sie Stoffe und Wolle verkauft und ihre Kunden berät, von rund 60 auf 100 Quadratmeter. "Das hat den Vorteil, dass ich wieder mehr Nähkurse anbieten und die Änderungsschneiderei vergrößern kann", begründet die 63-Jährige ihre Entscheidung.

In dem neuen Ladenlokal, das die Eigentümer Manfred und Helga Langen schon vor geraumer Zeit aufwändig haben renovieren lassen, muss sie nicht mehr viel machen. Das Atelier wird im hinteren Teil mit Schränken abgetrennt, die muss Maag noch anschaffen. Das Sortiment und die meiste Ausstattung aber ziehen einfach eine Tür weiter mit um. Dass Ursel´s Stoffstube auch in größeren Räumen bestehen wird, daran gibt es kaum Zweifel. Denn der Trend gibt ihr Recht: Gerade junge Frauen haben das Nähen wieder für sich entdeckt, weil es ihnen ermöglicht, individuelle Kleidungsstücke selber zu machen.

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Seit dank der bayrischen Häkelpioniere Thomas Jaenisch und Felix Rohland, Wiederentdecker selbstgemachter bunter Wollmützen, diese Handarbeit voll im Trend liegt, hat Ursula Maag auch ihr Wollsortiment erweitert. "Das Geschäft geht heute besser als je zuvor", sagt sie.

Angefangen hat sie indes auch vor 30 Jahren mit Stoffen, Schnittmustern und Zubehör, im hinteren Bereich stand eine Nähmaschine. "Das haben einige Kunden gesehen und mich gefragt, ob ich auch Änderungen mache." So habe sich alles durch Mund-zu-Mund-Propaganda weiterentwickelt, wenig später kamen Nähkurse mit einer eigens engagierten Fachkraft hinzu. Wenn es nach Ursula Maag geht, wird sie noch viele Jahre in ihrem Laden stehen. "Letztens habe ich im Internet eine Frau gesehen, die mit 80 Jahren ihr Geschäft übergeben hat", berichtet sie. Das habe ihr gefallen.

(inbo)