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Stationäre und virtuelle Stationen in Leichlingen und Witzhelden

Seit vorvergangenem Jahr : Bergisches E-Bike wird zum Vorzeigemodell

Der Rheinisch-Bergische Kreis hatte nach eigenen Angaben 2020 als erster Landkreis bundesweit das flächendeckende E-Bike-Verleihsystem eingeführt.

Im Juli 2020 hat der Rheinisch Bergische Kreis in Zusammenarbeit mit dem Fahrradverleihsystem nextbike und Regionalverkehr Köln (RVK) ein kreisweites Fahrradverleihsystem mit modernen E-Bikes eingerichtet. Mit der elektrischen Unterstützung sollen die Anstiege im bergischen Land leichter überwunden und die Verkehrswende in der Region schneller gelingen. Eine Nachfrage beim Kreis ergab jetzt: Das System scheint sich zum Vorzeigemodell zu entwickeln. Zahlen verdeutlichen den Erfolg.

Um ein Rad auszuleihen, ist eine einmalige Registrierung an den Verleihstationen, telefonisch oder in der RVK-App nötig. Kreis-Sprecherin Eva Burger berichtet, dass sich in den vergangenen eineinhalb Jahren auf diese Weise 5779 Menschen für die Nutzung des „Bergischen E-Bikes“ angemeldet haben. Nahezu 3000 Kunden sind regelmäßig aktiv, nutzen die diversen Verleihstationen in den verschiedenen Städten.

In Leichlingen ist eine stationäre Station am Bahnhof zu finden – gleich links vom Hauptgebäude auf einem kleinen Platz. Mittlerweile gibt es von jenen Stationen in acht Städten elf Stück. Hinzu kommen virtuelle Abstellbereiche. In Leichlingen ist einer dieser Bereiche am Busbahnhof zu finden, ein anderer in Witzhelden auf der Solinger Straße. Von ihnen gibt es kreisweit sogar 25. „Im Lauf des Jahres“, sagt Burger, „sollen noch mindestens fünf Standorte dazukommen“.

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Für Abholung und Wartung der Räder ist nextbike verantwortlich. Das Unternehmen mit Sitz in Leipzig ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer im „Bike-Sharing“. Als Vorzeigeprojekt hatte Vertriebsleiter Dennis Steinsiek bei der Eröffnung des Standorts am Bahnhof in Leichlingen das spanische Bilbao genannt. Dort standen zu jenem Zeitpunkt 400 Räder, die pro Rad und Tag etwa 17 Ausleihen registrierten. „Die Menschen stehen dort Schlange wie vor einer Bushaltestelle“, sagte er.

Ganz so viele Räder sind es im Kreis noch nicht. Mit insgesamt 103 sehen sich die Verantwortlichen aber auch hier gut aufgestellt. Acht E-Bikes entfallen auf die Blütenstadt. Und immerhin 21.700 Ausleihen zählt der RVK seit dem Start im Kreisgebiet.

Bei einer solchen Zahl bleiben Schäden an den modernen Drahteseln nicht aus. Diese halten sich jedoch im Rahmen - zum Beispiel starker Abrieb an den Reifen. „Schwere Schäden oder Vandalismus gab es bisher nur selten“, berichtet Sprecherin Burger.

Das Konzept lohnt sich somit für alle Seiten. Elke Reichert, die als Verkehrsdezernentin im Kreis für das Projekt verantwortlich ist, sagt: „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung des E-Bike-Verleihsystems. Das Bergische E-Bike wird auch im Vergleich zu anderen E-Bike-Systemen der RVK in der Region des Verkehrsbunds Rhein-Sieg (VRS) sehr gut nachgefragt.“

Dem pflichtet nextbike-Account-Manager Johannes Löhr bei. Durch die Einnahmen und die Zuschüsse des RVK lässt sich das System wirtschaftlich betreiben.