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Leichlingen: "Stadtfest" will Glasflaschenverbot

Leichlingen : "Stadtfest" will Glasflaschenverbot

Soll es beim Leichlinger Stadtfest künftig ein Glasflaschenverbot geben? Diese Frage diskutierten die Mitglieder des Leichlinger Stadtfest e.V. jetzt auf ihrer Jahresversammlung.

Das Thema aufgebracht hatte Polizeihauptkommissarin Iris Hemmeter, die das Projekt von Stadt und Polizei aktuell in Leichlinger Gremien vorstellt und dafür wirbt. "Wir haben jedes Jahr während des Stadtfestes ein riesiges Problem mit den Glasflaschen beziehungsweise Scherben zum Beispiel auf der Postwiese", erläuterte Hemmeter das Anliegen. Deshalb werde überlegt, diese räumlich und zeitlich begrenzt zu verbannen.

"Am Stadtfest-Wochenende zwischen 11 Uhr samstags und 24 Uhr sonntags wollen wir sie auf der Postwiese, auf der Querspange, am Pastorat und an der Aral-Tankstelle beziehungsweise am Kaufpark komplett verbieten", sagte die Polizeihauptkommissarin. Damit könne man ganz gezielt gegen die Klientel vorgehen, die zum Beispiel auf der Postwiese ihr Unwesen treibe. Es gehe ihr aber darum, dazu einen möglichst breiten Konsens zu erzielen. Die Händler und Anwohner sollten nicht eingeschränkt werden, der Veranstalter keine Mehrkosten zu tragen haben. "Die Geschäfte auf dem Stadtfest sollen auch zukünftig beispielsweise Wein oder Essig in Glasflaschen verkaufen dürfen, die für den Verzehr zuhause gedacht sind."

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Positive Resonanz erhielt die Polizistin von den Vereinsmitgliedern: Sie sprachen sich für das Glasflaschenverbot während des Stadtfestes aus.

Der Tagesordnungspunkt, der die örtlichen Organisationen und Vereine neben den Formalien einer Hauptversammlung — der Vorstand wurde einstimmig entlastet — am meisten interessiert haben dürfte, kam indes zum Schluss. Entschieden wurde über die Vergabe des Reinerlöses aus dem Leichlinger Stadtfest 2012. Eingegangen waren in diesem Jahr Anträge im Gesamtwert von rund 20 000 Euro.

Wie in den vergangenen Jahren aber kann der Stadtfest-Verein auch 2012 nur 10 000 Euro verteilen. Deshalb einigten sich die Vereinsvertreter darauf, dass jeder rund die Hälfte der beantragten Mittel erhält. In den Genuss der Ausschüttung kommen der Verein "Mittendrin", die Jugendabteilung des DRK, der Leichlinger Turnverein, die Musikschule, die Kindertagesstätte Arche Noah und der Schulverein der Hauptschule.

(RP)